Regressionsmietspiegel
Ein Regressionsmietspiegel ist ein Mietspiegel, dessen Werte mit einem statistischen Regressionsmodell aus erhobenen Mietdaten berechnet werden. Der Einfluss jedes Wohnwertmerkmals wird einzeln geschätzt; viele qualifizierte Mietspiegel arbeiten so, etwa in München und Halle (Saale).
Wie das Regressionsmodell rechnet
Ein Regressionsmietspiegel beruht auf einer statistischen Analyse tatsächlich vereinbarter oder geänderter Mieten: Für jedes erhobene Wohnwertmerkmal — etwa Baujahr, Ausstattung oder Wohnlage — schätzt das Modell einzeln, wie stark es die Miete erhöht oder senkt. Aus einem Basiswert und der Summe dieser Einzeleffekte ergibt sich am Ende die Vergleichsmiete einer konkreten Wohnung.
Unterschied zum Tabellenmietspiegel
Anders als ein Tabellenmietspiegel, der Wohnungen einem festen Rasterfeld zuordnet, arbeitet ein Regressionsmietspiegel mit einer kontinuierlichen Rechnung: Zu- und Abschläge werden addiert statt aus einem vorgegebenen Feld abgelesen. Das erlaubt eine feinere Differenzierung, macht die Berechnung für Laien aber auch unübersichtlicher als eine einfache Tabelle.
Quellen
- § 558d BGB — gesetze-im-internet.de (Stand: 11.07.2026)