Wohnlage
Die Wohnlage ist die Einstufung des Wohnumfelds einer Wohnung im Mietspiegel, etwa einfach, mittel oder gut. Sie fließt als Zu- oder Abschlag in die Vergleichsmiete ein; die Einstufung erfolgt je nach Stadt über Karten, Adressverzeichnisse oder automatische Zuordnung.
Wie die Wohnlage ermittelt wird
Je nach Stadt wird die Wohnlage über unterschiedliche Verfahren bestimmt: eine adressgenaue Karte, ein alphabetisches Adressverzeichnis oder eine automatische Zuordnung im Online-Rechner des Mietspiegels. Grundlage sind meist mehrere Indikatoren wie Bebauungsdichte, Grünanteil, Lärmbelastung, Entfernung zum Zentrum und Bodenrichtwert.
Wie viele Kategorien es gibt
Die Anzahl der Wohnlagenkategorien unterscheidet sich von Mietspiegel zu Mietspiegel — von einer einfachen zweistufigen Einteilung (normale und gute Lage) bis zu differenzierteren Systemen mit mehreren Stufen und teils zusätzlicher Unterscheidung nach zentraler und nicht-zentraler Lage. Je nach System wirkt sich die Wohnlage als fester Euro-Betrag, als Prozentsatz oder als Punktwert auf die Vergleichsmiete aus.
Warum sich die Einstufung ändern kann
Wohnlagenverzeichnisse werden bei jeder Neuerhebung überprüft und teils neu berechnet: Straßen oder Adressbereiche können auf- oder abgestuft werden, wenn sich das Umfeld verändert hat. Für eine Mieterhöhung zählt immer die Einstufung der aktuell gültigen Mietspiegel-Ausgabe.
Quellen
- § 558 BGB — gesetze-im-internet.de (Stand: 11.07.2026)