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Mietspiegel Herford: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung

Der Mietspiegel Herford 2025 weist die ortsübliche Vergleichsmiete für frei finanzierte Wohnungen in der Hansestadt Herford aus: je nach Baujahr und Wohnungsgröße 4,60 bis 12,40 €/m² nettokalt, die Mittelwerte der Tabelle reichen von 5,98 bis 10,72 €/m² (Quelle: Hansestadt Herford, Mietspiegel 2025, gültig ab 01.11.2025). Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten die ortsübliche Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — mit vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung Herford plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf: In Herford gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren, eine Mietpreisbremse gibt es nicht.

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Wohnen und Mieten in Herford: die Lage vor Ort

Herford ist Kreisstadt in Ostwestfalen-Lippe, trägt seit 2013 den offiziellen Namenszusatz Hansestadt und liegt rund 15 Kilometer nordöstlich von Bielefeld im ostwestfälischen Verdichtungsraum. Zum 31.12.2024 zählte die Stadt 67.503 Einwohner (Quelle: IT.NRW-Kommunalprofil, Stand 15.01.2026) — nach 66.638 im Jahr 2019 und 65.538 im Jahr 2014. Als Arbeitsplatzzentrum zieht Herford deutlich mehr Beschäftigte an, als auspendeln: 35.609 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in der Stadt (davon 24.123 Einpendler), nur 26.822 wohnen hier — ein Pendlersaldo von +8.776 (Stichtag 30.06.2024, IT.NRW). Trotzdem gilt der Wohnungsmarkt nicht als angespannt: In den Gutachter-Indikatoren zur Mieterschutzverordnung NRW erreichte Herford nur einen einzigen Punkt, und die Stadt selbst spricht in ihrer Mitteilung vom 12.11.2025 von einem „moderaten Mietniveau mit preisgünstigen Mietwohnungen".

Wie funktioniert der Herforder Mietspiegel 2025?

Der Mietspiegel Herford 2025 ist ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB, erstellt und beschlossen vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Herford und in der Stadt Herford; er gilt ab dem 01.11.2025. Grundlage ist eine Regressionsanalyse aus rund 3.150 Mietwerten: Vom 15.02. bis 15.04.2025 wurden etwa 5.700 private Vermieterhaushalte sowie Großvermieter befragt, einbezogen wurden die von 2019 bis 2024 neu vereinbarten oder geänderten Mieten. Die Tabelle ordnet jede Wohnung über sieben Baualtersklassen (bis 1960 bis 2011–2024) und fünf Größenklassen (bis 40 m² bis über 100 m²) einer Spanne mit unterem Wert, Mittelwert und oberem Wert zu. Für die Ortslage gilt ein pauschaler Abschlag: Im Randbereich (Diebrock, Laar, Eickum, Falkendiek, Schwarzenmoor) mindert sich die gesamte Mietpreisspanne um 0,63 €/m², das Kerngebiet (Herford-Stadt, Herringhausen, Stedefreund, Elverdissen) bleibt ohne Anpassung. Energetisch vollmodernisierte Gebäude bis Baujahr 1990 erhalten einen Zuschlag von bis zu 1,10 €/m², wenn alle vier Maßnahmen erfüllt sind (Heizung nach 2001, Wärmedämmung aller Außenwände nach 2001, Dach- bzw. Dachbodendämmung nach 2001, alle Fenster seit 1995 erneuert).

Eine Besonderheit des Verfahrens: Die Hansestadt Herford fungiert als Herausgeberin und Koordinatorin, setzt den Mietspiegel aber nicht in Kraft — seine Geltung beruht auf der Anerkennung durch die Verbände der „Mietspiegelrunde" (VHWG Herford, Haus & Grund Herford, Mieterbund Ostwestfalen-Lippe, WWS Wohn- und Wirtschafts-Service Herford). Nicht anwendbar ist der Mietspiegel auf Einfamilienhäuser und öffentlich geförderte Wohnungen.

Wie stark sind die Mieten in Herford gestiegen?

Die Mieten in Herford sind seit der letzten Erhebung 2023 um durchschnittlich 7 % gestiegen (Quelle: Hansestadt Herford, Mitteilung „Neuer Mietspiegel für Herford" vom 12.11.2025). Der Mietspiegel erscheint im Zwei-Jahres-Rhythmus (Ausgaben 2021, 2023, 2025); die nächste Ausgabe ist damit für 2027 zu erwarten — eine offizielle Ankündigung gibt es dafür noch nicht. Die Spannbreite der aktuellen Tabelle reicht von 4,60 €/m² (Baujahr bis 1960, über 100 m², unterer Wert) bis 12,40 €/m² (Baujahr 2011–2024, über 100 m², oberer Wert).

Kappungsgrenze 20 Prozent — und keine Mietpreisbremse

In Herford darf die Miete innerhalb von drei Jahren um bis zu 20 % steigen, höchstens bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 Abs. 3 BGB). Die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % gilt hier nicht: Die Anlage zur Mieterschutzverordnung NRW vom 28.01.2025 (geändert am 28.10.2025) listet 57 Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt — Herford ist nicht darunter. Aus demselben Grund gilt in Herford auch keine Mietpreisbremse nach § 556d BGB: Bei Neuvermietung ist die Miethöhe nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.

Belege aus dem Mietspiegel Herford

Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Herford geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.

Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Herford — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.
Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Herford — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.

Mieterhöhung in Herford: Was ist zulässig?

Eine Mieterhöhung in Herford ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.

Kappungsgrenze in Nordrhein-Westfalen: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Herford laut Mietspiegel?

Der Mietspiegel Herford 2025 weist je nach Baujahr und Wohnungsgröße Nettokaltmieten von 4,60 bis 12,40 €/m² aus; die Mittelwerte der Tabelle reichen von 5,98 €/m² (Baujahr 1961–1970, über 100 m²) bis 10,72 €/m² (Baujahr 2011–2024, bis 40 m²). Eine stadtweite Gesamt-Durchschnittsmiete weist der Mietspiegel nicht aus.

Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Herford ausfallen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, höchstens 20 % innerhalb von drei Jahren (§ 558 Abs. 3 BGB). Die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % gilt in Herford nicht, weil die Stadt nicht in der Gebietskulisse der Mieterschutzverordnung NRW liegt.

Gilt in Herford die Mietpreisbremse?

Nein. Die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) gilt nur in den 57 Kommunen der Anlage zur Mieterschutzverordnung NRW vom 28.01.2025 (geändert am 28.10.2025) — Herford ist dort nicht aufgeführt. Bei Neuvermietung ist die Miethöhe in Herford daher nicht auf 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete begrenzt.

Ist der Mietspiegel Herford ein qualifizierter Mietspiegel?

Nein, es ist ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB. Erstellt und beschlossen hat ihn der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Herford und in der Stadt Herford auf Basis einer Regressionsanalyse aus rund 3.150 Mietwerten; anerkannt ist er von VHWG Herford, Haus & Grund Herford, Mieterbund Ostwestfalen-Lippe und WWS Wohn- und Wirtschafts-Service Herford.

Wie oft darf die Miete erhöht werden?

Frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung darf ein neues Verlangen zugehen; wirksam wird die neue Miete, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert war.

Für welche Wohnungen gilt der Mietspiegel Herford nicht?

Der Mietspiegel Herford 2025 gilt nicht für Einfamilienhäuser und nicht für öffentlich geförderte Wohnungen. Er erfasst frei finanzierte Wohnungen in der Hansestadt Herford.

Welche Rolle spielt die Wohnlage im Mietspiegel Herford?

Der Mietspiegel unterscheidet zwei Ortslagen: Im Kerngebiet (Herford-Stadt, Herringhausen, Stedefreund, Elverdissen) erfolgt keine Anpassung, im Randbereich (Diebrock, Laar, Eickum, Falkendiek, Schwarzenmoor) mindert sich die gesamte Mietpreisspanne um 0,63 €/m² — ein Ergebnis der Regressionsanalyse des Gutachterausschusses.

Wann erscheint der nächste Mietspiegel für Herford?

Voraussichtlich 2027: Der Herforder Mietspiegel erscheint im Zwei-Jahres-Rhythmus (Ausgaben 2021, 2023, 2025, jeweils mit Erhebung im Frühjahr). Eine offizielle Ankündigung gibt es noch nicht; bis dahin gilt der Mietspiegel 2025 (ab 01.11.2025). Seit der Erhebung 2023 sind die Mieten laut Stadt um durchschnittlich 7 % gestiegen.