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Mietspiegel Celle: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung

Der Mietspiegel Celle zeigt die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen in der Residenzstadt: Die Basis-Nettomiete liegt je nach Wohnfläche zwischen 4,77 und 9,75 €/m², für mittlere Wohnungsgrößen um 5,80 €/m² — bevor Zuschläge für Baujahr, Ausstattung, Sanierung und Wohnlage hinzukommen, die den Wert um bis zu 47,2 % anheben können (Quelle: Qualifizierter Mietspiegel Stadt Celle 2024). Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten die ortsübliche Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — mit vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung Celle plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf — in Celle bis zu 20 % in drei Jahren, denn die Stadt liegt nicht in der Gebietskulisse der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung.

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Wohnen und Mieten in Celle: die Lage vor Ort

Celle (66.834 Einwohner, Stand 31.03.2026, Statistische Ämter des Bundes und der Länder) hat seit Dezember 2024 erstmals einen Mietspiegel — und gleich einen qualifizierten nach § 558d BGB. Hintergrund ist die seit 2023 geltende Mietspiegelpflicht für Städte über 50.000 Einwohner: Der Rat beschloss das Werk am 04.12.2024, seit dem 05.12.2024 gilt es. Datengrundlage ist eine Befragung von 4.000 Haushalten (Dezember 2023 bis April 2024), ausgewertet von DOMUS Consult nach dem „Regensburger Modell" — einem Regressionsverfahren, das auch in Städten wie Plauen zum Einsatz kommt.

Das System unterscheidet sich deutlich von klassischen Tabellenmietspiegeln: Die Basistabelle kennt nur eine Achse, die Wohnfläche (25 bis 130 m², Felder zu je 2 m²). Auffällig ist der starke Kleinwohnungsaufschlag — 25 m² kosten im Schnitt 9,75 €/m², ab etwa 55 m² pendelt sich die Basismiete bei 5,80 €/m² ein, sehr große Wohnungen fallen bis auf 4,77 €/m². Alles Weitere läuft über prozentuale Zu- und Abschläge: Neubauten der Jahre 2021 bis 2023 erhalten +47,2 %, eine Kernsanierung ab 2016 +17,4 %, eine Videosprechanlage +11,8 %; ein Bad ohne Fliesen oder Versiegelung kostet dagegen 19,3 % Abschlag. Die Wohnlage spielt in Celle eine ungewöhnlich kleine Rolle: Nur die gute Lage A bringt +4,5 %, die normalen und einfachen Lagen B und C sind neutral — bestimmt wird die Lage über die Wohnlagenkarte im Anhang oder adressgenau über den Online-Mietspiegel der Stadt.

Besonderheit beim Mietrecht: Celle steht nicht in der Gebietskulisse der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung (in Kraft seit 01.01.2025). Bestandsmieten dürfen daher um bis zu 20 % in drei Jahren steigen — bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete —, und auch die Mietpreisbremse für Neuvermietungen gilt nicht. Kurios: Die Nachbargemeinde Winsen (Aller) im Landkreis Celle ist in der Verordnung enthalten, dort gelten 15 % Kappungsgrenze und Mietpreisbremse.

Was Mieter und Vermieter jetzt beachten sollten

Weil der Mietspiegel 2024 die erste Ausgabe ist, gibt es noch keine Zeitreihe der ortsüblichen Vergleichsmiete — Vergleiche mit „dem alten Mietspiegel" laufen in Celle ins Leere, und Mieterhöhungen, die vor Dezember 2024 noch mit Vergleichswohnungen oder Gutachten begründet wurden, müssen sich jetzt am qualifizierten Mietspiegel messen lassen: Seine Werte sind in jedem Erhöhungsverlangen mitzuteilen, auch wenn der Vermieter ein anderes Begründungsmittel wählt.

Die Spanne der ortsüblichen Vergleichsmiete ist mit −15,0 % bis +15,1 % um den errechneten Durchschnitt vergleichsweise breit. Als qualifizierter Mietspiegel muss das Werk nach zwei Jahren an die Marktentwicklung angepasst werden — die erste Fortschreibung steht damit zum Dezember 2026 an. Zur Einordnung des Preisniveaus: Angebotsmieten auf Portalen liegen mit rund 8,90 bis 10,30 €/m² (Portaldaten 2024–2026, nicht amtlich) deutlich über den Bestandswerten des Mietspiegels — bei Neuvermietung ist der Abstand zur ortsüblichen Vergleichsmiete in Celle mangels Mietpreisbremse rechtlich kaum gedeckelt.

Belege aus dem Mietspiegel Celle

Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Celle geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.

Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Celle — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.
Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Celle — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.

Mieterhöhung in Celle: Was ist zulässig?

Eine Mieterhöhung in Celle ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.

Kappungsgrenze in Niedersachsen: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Celle laut Mietspiegel?

Der Mietspiegel 2024 weist keine stadtweite Durchschnittsmiete aus, sondern eine Basis-Nettomiete je Wohnfläche: von 9,75 €/m² bei 25 m² über rund 5,80 €/m² bei mittleren Größen bis 4,77 €/m² bei 130 m². Darauf kommen prozentuale Zu-/Abschläge für Baujahr (bis +47,2 %), Ausstattung, Sanierung und Wohnlage — die tatsächliche Vergleichsmiete liegt daher meist über der Basismiete.

Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Celle ausfallen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete und maximal 20 % in drei Jahren: Celle liegt nicht in der Gebietskulisse der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung (in Kraft seit 01.01.2025), daher gilt die reguläre Kappungsgrenze des § 558 Abs. 3 BGB — nicht die abgesenkten 15 %.

Gilt in Celle die Mietpreisbremse?

Nein. Die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) gilt in Niedersachsen nur in den Kommunen der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung (verlängert bis 31.12.2029) — die Stadt Celle gehört nicht dazu. In der Nachbargemeinde Winsen (Aller) im Landkreis Celle gilt sie dagegen.

Ist der Mietspiegel Celle ein qualifizierter Mietspiegel?

Ja, nach § 558d BGB: erstellt nach wissenschaftlichen Grundsätzen (Regressionsverfahren, DOMUS Consult, Befragung von 4.000 Haushalten) und vom Rat der Stadt Celle am 04.12.2024 beschlossen. Seine Werte müssen in jedem Mieterhöhungsverlangen mitgeteilt werden, auch wenn sich der Vermieter auf ein anderes Begründungsmittel stützt.

Wie lange gilt der Mietspiegel Celle 2024?

Er gilt seit dem 05.12.2024 und ist der erste Mietspiegel der Stadt. Ein festes Enddatum nennt die Broschüre nicht; als qualifizierter Mietspiegel muss er nach zwei Jahren an die Marktentwicklung angepasst werden — die Fortschreibung steht also zum Dezember 2026 an, eine komplette Neuerstellung nach vier Jahren.

Für welche Wohnungen gilt der Mietspiegel Celle nicht?

Er erfasst nur nicht preisgebundene Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 25 bis 130 m². Nicht anwendbar ist er u. a. auf Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser, Sozialwohnungen, möblierte Wohnungen (außer Einbauküche/-schränke), Untermiete, Wohnheime sowie Dienst- und Werkswohnungen.

Wie wird die Wohnlage in Celle bestimmt?

Über die Wohnlagenkarte im Anhang des Mietspiegels mit drei Stufen: A (gut), B (normal), C (einfach). Nur die Wohnlage A bringt einen Zuschlag von +4,5 %; B und C wirken sich nicht aus. Adressgenau lässt sich die Lage über den Online-Mietspiegel der Stadt Celle (omsp.analyse-konzepte.de/celle) prüfen.

Wie oft darf die Miete erhöht werden?

Frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung darf ein neues Verlangen zugehen; wirksam wird die neue Miete, wenn die bisherige zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert war. Der Mieter hat eine Überlegungsfrist bis zum Ende des zweiten Kalendermonats nach Zugang des Erhöhungsverlangens.