Mietspiegel Bergheim: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung
Der Mietspiegel Bergheim zeigt die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen in der Kreisstadt im Rhein-Erft-Kreis: Die Nettokaltmieten reichen je nach Baualter, Wohnungsgröße, Lage und Ausstattung von 4,80 bis 12,20 €/m² (Stand April 2024, einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB; Quelle: Arbeitskreis Mietspiegel bei der Rheinischen Immobilienbörse e. V.); einen stadtweiten Durchschnittswert weist der Mietspiegel nicht aus. Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten die ortsübliche Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — mit vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung Bergheim plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf — in Bergheim höchstens 15 % innerhalb von drei Jahren.
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Wohnen und Mieten in Bergheim: die Lage vor Ort
Bergheim ist die Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises, liegt rund 22 Kilometer westlich von Köln und zählt 61.611 Einwohner (Destatis) in 15 Stadtteilen — der größte ist Quadrath-Ichendorf. Die Stadt liegt mitten im Rheinischen Braunkohlerevier: Der Kraftwerksstandort Niederaußem prägt den Norden, mit dem Kohleausstieg steht Bergheim im Strukturwandel. Für den Wohnungsmarkt heißt das: viel Bestand der 1960er- bis 1980er-Jahre zu moderaten Mieten (laut Mietspiegel 2024 je nach Größe und Lage 4,80–7,20 €/m²) und ein deutlich teureres Neubausegment ab Baujahr 2018 mit 8,30–12,20 €/m² — auch, weil Bergheim über die Erftbahn und die A 61 eng mit dem Kölner Arbeitsmarkt verbunden ist.
Wie funktioniert der Mietspiegel Bergheim?
Der Mietspiegel Bergheim (Stand April 2024) ist ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB. Ein Arbeitskreis aus Mieterverein Köln, Kreisstadt Bergheim, Haus und Grund Bergheim, Kölner Haus- und Grundbesitzerverein, Eigentümer- und Vermieterverein Bedburg und der kommunalen Wohnungsgesellschaft Erftland hat ihn am 19. März 2024 einstimmig beschlossen; zusammengestellt wird er bei der Rheinischen Immobilienbörse e. V. in Köln, Datengrundlage sind 683 valide Mietwerte. Die Tabelle nennt Spannen für fünf Baualtersgruppen (1960 bis „ab 2018"), vier Größenklassen (30 bis 109,9 m²), mittlere und gute Wohnlage sowie zwei Ausstattungsstufen: A (mit Heizung, Bad/WC) und B (besondere Ausstattung, z. B. Zweitbad, Einbauküche oder großer Balkon — erst mehrere Merkmale zusammen zählen). Für Wohnungen mit Baujahr vor 1960 weist der Mietspiegel mangels Daten keine Werte aus; in einfachen Wohnlagen und bei Wohnungen ohne Heizung können Abschläge um 10 % angemessen sein.
Wie stark sind die Mieten in Bergheim gestiegen?
Zwischen den Ausgaben 2022 und 2024 hat sich die Schere im Bergheimer Mietspiegel geöffnet: Im Neubau ab 2018 stiegen die Spannen um rund 1,00–1,70 €/m² (kleine Wohnung, mittlere Lage: von 7,70–9,50 €/m² auf 8,70–11,20 €/m²), während die Werte der Baualtersgruppe 1976–1989 unverändert blieben. Laut der amtlichen Dokumentation zum Mietspiegel 2024 liegen Neuvermietungen im Schnitt 27 % über dem Niveau von Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen. Der Mietspiegel erscheint seit 1979 und wird in der Regel alle zwei Jahre aktualisiert; die Ausgabe 2024 löste den Stand März 2022 ab und stellte zugleich die Größenklassen von ungefähren Angaben („um 40 m²") auf trennscharfe Klassen (30–49,9 m² usw.) um.
Belege aus dem Mietspiegel Bergheim
Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Bergheim geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.
Mieterhöhung in Bergheim: Was ist zulässig?
Eine Mieterhöhung in Bergheim ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.
Kappungsgrenze in Nordrhein-Westfalen: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Miete in Bergheim laut Mietspiegel?
Der Mietspiegel Bergheim (Stand April 2024) weist Nettokaltmieten von 4,80 bis 12,20 €/m² aus — je nach Baualter, Wohnungsgröße, Lage und Ausstattung. Eine Bestandswohnung der Baujahre 1960–1975 mit 70–89,9 m² in mittlerer Lage liegt bei 5,20–6,50 €/m², ein Neubau ab 2018 mit 30–49,9 m² in guter Lage und besonderer Ausstattung bei 9,50–12,20 €/m². Einen stadtweiten Durchschnittswert veröffentlicht der Mietspiegel nicht.
Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Bergheim ausfallen?
Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, in Bergheim aber höchstens 15 % innerhalb von drei Jahren: Die Stadt steht auf der Gemeindeliste der nordrhein-westfälischen Mieterschutzverordnung vom 28.01.2025 (GV. NRW. S. 111, in Kraft seit 01.03.2025, gültig bis 28.02.2030). Außerhalb solcher Gebiete gilt die allgemeine Kappungsgrenze von 20 % (§ 558 Abs. 3 BGB).
Gilt in Bergheim die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 %?
Ja. Bergheim gehört zu den 57 Gemeinden der Mieterschutzverordnung NRW vom 28.01.2025 mit angespanntem Wohnungsmarkt. Bestandsmieten dürfen dort innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 % steigen; die Verordnung gilt bis zum 28.02.2030.
Gilt in Bergheim die Mietpreisbremse?
Ja. Bergheim liegt in der Gebietskulisse der Mietpreisbremse in Nordrhein-Westfalen; die Regelung wurde mit Änderungsverordnung vom 28.10.2025 (GV. NRW. S. 848) bis zum 31.12.2029 verlängert. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (§ 556d BGB, mit den gesetzlichen Ausnahmen z. B. für Neubau ab Oktober 2014). Für Mieterhöhungen nach § 558 BGB in laufenden Mietverhältnissen ist sie nicht maßgeblich.
Ist der Mietspiegel Bergheim ein qualifizierter Mietspiegel?
Nein. Der Mietspiegel Bergheim (Stand April 2024) ist laut amtlicher Dokumentation ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB. Er wurde am 19.03.2024 von einem Arbeitskreis aus Mieter- und Vermieterverbänden, der Kreisstadt Bergheim und der Wohnungsgesellschaft Erftland einstimmig beschlossen und im Einvernehmen mit der Stadt veröffentlicht. Als einfacher Mietspiegel ist er ein zulässiges Begründungsmittel für Mieterhöhungen; seine Werte müssen — anders als bei einem qualifizierten Mietspiegel — nicht in jedem Erhöhungsverlangen mitgeteilt werden.
Für welche Wohnungen gilt der Mietspiegel Bergheim nicht?
Nicht erfasst sind Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern und Reihenhäusern, preisgebundene (öffentlich geförderte) Wohnungen, überwiegend möbliert vermietete Wohnungen sowie Wohnungen mit mehr als 150 m² Wohnfläche. Für Wohnungen, die vor 1960 bezugsfertig wurden, weist der Mietspiegel mangels ausreichender Daten keine Werte aus.
Wie oft wird der Mietspiegel Bergheim aktualisiert?
In der Regel alle zwei Jahre. Die aktuelle Ausgabe hat den Stand April 2024 und löste den Mietspiegel vom März 2022 ab; laut Kreisstadt Bergheim ist die nächste Aktualisierung für 2026 vorgesehen (Stand Juli 2026 noch nicht erschienen). Der Mietspiegel erscheint seit Februar 1979 und wird bei der Rheinischen Immobilienbörse e. V. veröffentlicht.
Wie oft darf die Miete in Bergheim erhöht werden?
Frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung darf ein neues Erhöhungsverlangen zugehen; wirksam wird die neue Miete, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert war (§ 558 Abs. 1 BGB). Zusätzlich begrenzt die Kappungsgrenze den Anstieg in Bergheim auf 15 % innerhalb von drei Jahren.