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Mietspiegel Schwerin 2026/2027: Vergleichsmiete berechnen & Mieterhöhung prüfen

Basiert auf Mietspiegel 2026/2027 (gültig bis 31.12.2027)

Der Mietspiegel Schwerin weist die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen in der Landeshauptstadt aus: nach dem qualifizierten Mietspiegel 2026/2027 (§ 558d BGB, gültig ab 1. Januar 2026) liegt die Nettokaltmiete im Mittel über alle Tabellenfelder bei rund 7,72 €/m² und reicht je nach Baualter, Größe und Ausstattung von 4,95 €/m² (unsanierter Wohnungsbau 1957–1991) bis 11,65 €/m² (voll modernisierter Altbau, kleine Wohnung) — Quelle: Landeshauptstadt Schwerin, Mietspiegel 2026/2027. Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten die Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung samt Rechenweg und sehen direkt, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf.

Einordnung in einem Satz

Der qualifizierte Mietspiegel Schwerin 2026/2027 (§ 558d BGB) legt die ortsübliche Vergleichsmiete fest, an der sich jede Mieterhöhung nach § 558 BGB messen lassen muss — die mittleren Tabellenwerte liegen zwischen 4,95 €/m² und 11,65 €/m² nettokalt, und die Miete darf in drei Jahren um höchstens 20 % steigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuelle Ausgabe: Mietspiegel Schwerin 2026/2027, gültig seit dem 01.01.2026 und noch bis zum 31.12.2027.
  • Mietniveau: Die mittleren Tabellenwerte reichen von 4,95 €/m² bis 11,65 €/m² nettokalt (Durchschnitt 7,72 €/m²) — je nach Baujahr, Wohnungsgröße und Ausstattung.
  • Kappungsgrenze: In Schwerin darf die Kaltmiete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen (§ 558 Abs. 3 BGB) — und nie über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus.
  • Verbindlichkeit: Als qualifizierter Mietspiegel trägt er die gesetzliche Vermutung, die ortsübliche Vergleichsmiete korrekt abzubilden (§ 558d Abs. 3 BGB).
  • Direkt loslegen: Der Rechner auf dieser Seite ermittelt Vergleichsmiete und zulässige Erhöhung kostenlos und ohne Registrierung.

Quelle: Mietspiegel Schwerin 2026/2027 · zuletzt geprüft am 13.07.2026

Mieterhöhung in Schwerin berechnenMieterhöhung in Schwerin prüfen

Anwendungshinweise zum Mietspiegel Schwerin
  • Qualifizierter Mietspiegel der Landeshauptstadt Schwerin gemäß § 558d BGB, vom Arbeitskreis Mietspiegel am 18.12.2025 einvernehmlich beschlossen und ab 01.01.2026 wirksam. Datengrundlage: frei vereinbarte Nettokaltmieten aus dem Zeitraum 01.09.2019 bis 31.08.2025 (25.331 Mietwohnungen, davon 13.275 geänderte Bestandsmieten und 12.056 Neuvertragsmieten).
  • Der Mietspiegel gilt für frei finanzierte Mietwohnungen. Ausgenommen sind u. a.: nicht als Wohnraum vermietete Wohnungen, Wohnungen in Ein-/Zweifamilienhäusern, Doppelhaushälften und Reihenhäusern, Wohnraum in nicht abgeschlossenen Wohnungen, Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch, Wohnraum in Heimen/Wohnheimen, öffentlich geförderter sozialer Wohnungsbau, Wohnraum gemäß § 1 Abs. 1 und 2 Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz, möblierter/teilmöblierter Wohnraum (ausgenommen Einbauküchen und -schränke) sowie Dienst-, Werks- oder Hausmeisterwohnungen.
  • Zugrunde gelegt sind die Nettokaltmiete (ohne Betriebs- und Heizkosten sowie sonstige Serviceleistungen) und die nach den gesetzlichen Grundlagen abgeleitete Wohnfläche.
  • Das Ergebnis ist der Mittelwert (€/m²) der jeweiligen 2/3-Spanne des zutreffenden Tabellenfeldes (Tabelle 2). Ein Punkte-Interpolationsverfahren innerhalb der Spanne sieht der Mietspiegel nicht vor; die Spanne (Unter-/Obergrenze) dient dazu, den Besonderheiten des Einzelfalls sowie weiteren mietpreisbildenden Faktoren Rechnung zu tragen.
  • Bestimmung der Zeile (Baualtersklasse): Zunächst wird das Mietobjekt anhand des Baujahrs seiner Baualtersklasse zugeordnet — Baualtersklasse 4 (Altbau bis 1956), Baualtersklasse 2/3 (Wohnungsbau 1957–1991), Baualtersklasse 1 B (Wohnungsbau 1992–2009), Baualtersklasse 1 A (Neubau 2010–2025).
  • Für die Baualtersklassen 1 und 4 wird die Unterzeile über die Ausstattungspunkte nach Tabelle 1 bestimmt. Bewertet werden fünf Kriterien (Fenster, Heizung, Sanitäre Anlagen, Küche, Fußböden) mit je 1–6 Bewertungspunkten; jede Einstufung beginnt mit mindestens einem Punkt. Die Summe der Punkte (max. 30) ergibt den Ausstattungsgrad. Nur vom Vermieter eingebrachte Ausstattung zählt.
  • Für die Baualtersklassen 2 und 3 wird die Unterzeile über den Modernisierungsgrad bestimmt: voll modernisiert (2 A), modernisiert (2 B) oder nicht modernisiert (3). „Modernisiert“ = Erneuerung von mindestens drei der Merkmale Fenster, Heizung, sanitäre Anlagen, Elektroanlagen, Dach, zusätzliche Wärmedämmung der Fassade, zusätzlicher Balkonanbau bzw. Terrassen; „voll modernisiert“ = zusätzlich Aufwertung durch Entkernung, Teilrückbau oder Änderung von Wohnungszuschnitten (z. B. Tageslichtbad); „nicht modernisiert“ = keine bzw. weniger als drei Merkmale erneuert.
  • Nicht automatisch eingerechnet (manuell zu berücksichtigen): Zu-/Abschlag nach Stadtteil und Baualtersklasse (Tabelle 3). Ausgewiesen sind nur mit mehr als 100 Fällen belegte Kombinationen; Werte in €/m² (Spalten: BAK 1 A/1 B | 2 A | 2 B | 3 | 4 A–4 F). Altstadt +1,05 | – | +0,15 | – | +1,05. Feldstadt +0,15 | – | +0,15 | – | +0,15. Paulsstadt +0,05 | – | +0,05 | – | +0,05. Schelfstadt +0,30 | – | +0,30 | – | +0,30. Werdervorstadt +0,40 | – | +0,40 | – | +0,40. Weststadt – | – | +0,30 | – | –. Lankow – | +0,35 | +0,20 | −0,10 | –. Großer Dreesch – | – | −0,10 | +0,15 | –. Krebsförden – | – | – | −0,40 | –. Neu Zippendorf – | −0,30 | −0,30 | −0,05 | –. Mueßer Holz – | – | −0,35 | +0,20 | –. Für nicht aufgeführte Stadtteile/Baualtersklassen sind keine gesicherten Zu-/Abschläge ableitbar (0).
  • Nicht automatisch eingerechnet: Zuschlag Balkon/Terrasse (auch bei Gartenanteilen) nach Tabelle 4, je Baualtersklasse — BAK 1 B +0,50 €/m², BAK 4 A–4 F +0,50 €/m² (für BAK 1 A, 2 A, 2 B, 3 kein gesicherter Zuschlag ausgewiesen; bei BAK 1 A sind Balkon/Terrasse und Aufzug bereits über die mit * bzw. ** gekennzeichneten Felder erfasst).
  • Nicht automatisch eingerechnet: Zuschlag Apartments (in sich abgeschlossene, unmöblierte 1- und 2-Raum-Wohnungen bis 30 m² mit Küche/Kochnische und Bad) nach Tabelle 5 — BAK 2 B +0,25 €/m², BAK 3 +0,45 €/m²; für BAK 2 A und 4 A–4 F zu geringe Datenmenge (kein Zuschlag).
  • Die mit * gekennzeichneten Felder der Baualtersklasse 1 A weisen die ortsübliche Vergleichsmiete „mit Balkon/Terrasse sowie überwiegend mit Aufzug (soweit landesbauordnungsrechtlich erforderlich)“ aus; mit ** „mit Stellplatz (überwiegend Tiefgaragenstellplatz), Balkon/Terrasse und überwiegend mit Aufzug“.
  • Der energetische Zustand (Wohnwertmerkmale Beschaffenheit und Ausstattung) ist eingerechnet; ein empirisch abgesicherter Einfluss auf die Vergleichsmiete zeigt sich in der Stichprobe nicht. Bei nachträglichen energetischen Maßnahmen (z. B. Umrüstung der Heizungsanlage) kann innerhalb der Spanne vom Mittelwert abgewichen werden.
  • Abbildung der Wohnungsgröße im Rechner: Die Obergrenze jeder Größenklasse ist exklusiv abgebildet. Amtlich schließt „bis 40 m²“ genau 40,00 m² ein — im Rechner fällt eine Wohnung mit exakt 40,00 m² in die nächsthöhere Klasse „über 40 bis 60 m²“ (analog an den weiteren Klassengrenzen 60/80/100 m²).
  • Drei Tabellenfelder ohne ausreichende Datenbasis (unter 10 Datensätze, in der Broschüre mit *** markiert) sind nicht belegt: BAK 1 A · Ausstattung bis 19 Punkte · bis 40 m²; BAK 1 A · Ausstattung über 19 Punkte · bis 40 m²; BAK 1 B · Ausstattung 13–15 Punkte · über 100 m². Acht weitere Felder mit weniger als 30 Datensätzen erfüllen nicht die Anforderungen an einen qualifizierten Mietspiegel und sind hier mit status "eingeschraenkt" gekennzeichnet.
Schritt 1 von 3: Ihre Wohnung0 % geschafft

Der Mietspiegel Schwerin im Überblick

Mieterhöhung in Schwerin: die wichtigsten Fakten
Mietspiegel-ArtQualifizierter Mietspiegel (§ 558d BGB), Ausgabe 2026/2027
Gültig seit1.1.2026
Kappungsgrenze20 % innerhalb von 3 Jahren
SperrfristErhöhungsverlangen frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung; neue Miete ab dem 3. Monat nach Zugang
Struktur13 Baualtersklasse / Ausstattung-Klassen × 5 Wohnungsgröße-Klassen, Tabellenwert ohne Spanneneinordnung
Übliche Vergleichsmieten nach Baualtersklasse / Ausstattung (Mittelwerte, Schwerin 2026/2027)
Baualtersklasse / AusstattungSpanne (mittlere Werte)
Baualtersklasse 1 A · Neubau (Baujahr 2010–2025) · Ausstattung bis 19 Punkte9,60 €/m² bis 10,30 €/m²
Baualtersklasse 1 A · Neubau (Baujahr 2010–2025) · Ausstattung über 19 Punkte9,70 €/m² bis 10,95 €/m²
Baualtersklasse 1 B · Wohnungsbau (Baujahr 1992–2009) · Ausstattung 13–15 Punkte5,95 €/m² bis 6,40 €/m²
Baualtersklasse 1 B · Wohnungsbau (Baujahr 1992–2009) · Ausstattung 16–19 Punkte6,90 €/m² bis 8,50 €/m²
Baualtersklasse 2 A · Wohnungsbau (Baujahr 1957–1991) · voll modernisiert6,75 €/m² bis 8,85 €/m²
Baualtersklasse 2 B · Wohnungsbau (Baujahr 1957–1991) · modernisiert5,25 €/m² bis 6,40 €/m²
Baualtersklasse 3 · Wohnungsbau (Baujahr 1957–1991) · nicht modernisiert4,95 €/m² bis 5,55 €/m²
Baualtersklasse 4 A · Altbau (Baujahr bis 1956), modernisiert bis 2004 · Ausstattung bis 15 Punkte6,25 €/m² bis 7,25 €/m²
Baualtersklasse 4 B · Altbau (Baujahr bis 1956), modernisiert bis 2004 · Ausstattung 16–19 Punkte6,85 €/m² bis 7,30 €/m²
Baualtersklasse 4 C · Altbau (Baujahr bis 1956), modernisiert bis 2004 · Ausstattung über 19 Punkte8,50 €/m² bis 10,50 €/m²
Baualtersklasse 4 D · Altbau (Baujahr bis 1956), voll modernisiert / modernisiert ab 2005 · Ausstattung bis 15 Punkte6,65 €/m² bis 7,65 €/m²
Baualtersklasse 4 E · Altbau (Baujahr bis 1956), voll modernisiert / modernisiert ab 2005 · Ausstattung 16–19 Punkte7,25 €/m² bis 9,10 €/m²
Baualtersklasse 4 F · Altbau (Baujahr bis 1956), voll modernisiert / modernisiert ab 2005 · Ausstattung über 19 Punkte9,20 €/m² bis 11,65 €/m²

Wie hoch ist die Miete in Schwerin laut Mietspiegel?

Die ortsübliche Nettokaltmiete in Schwerin liegt nach dem qualifizierten Mietspiegel 2026/2027 im Mittel über alle 62 Tabellenfelder bei rund 7,72 €/m²; die Spanne reicht von 4,95 €/m² für unsanierten Wohnungsbau der Baujahre 1957–1991 bis 11,65 €/m² für einen kleinen, voll modernisierten Altbau (Quelle: Landeshauptstadt Schwerin, Mietspiegel 2026/2027, gültig ab 01.01.2026). Der Mietspiegel ordnet jede Wohnung über zwei Achsen ein: die Zeile ergibt sich aus Baualtersklasse und — je nach Klasse — Ausstattungspunkten oder Modernisierungsgrad, die Spalte aus der Wohnungsgröße. Das Ergebnis ist der Mittelwert des zutreffenden Feldes; ein Punkte-Interpolationsverfahren innerhalb der 2/3-Spanne sieht der Mietspiegel nicht vor. Die folgende Auswahl zeigt Mittelwerte typischer Felder für Wohnungen über 60 bis 80 m²:

Baualtersklasse / ZustandBaujahrMittelwert (60–80 m²)
BAK 3 · nicht modernisiert1957–19915,25 €/m²
BAK 2 B · modernisiert1957–19915,75 €/m²
BAK 4 A · Altbau, modernisiertbis 19566,40 €/m²
BAK 1 B · Wohnungsbau, 16–19 Punkte1992–20097,40 €/m²
BAK 4 F · Altbau, voll modernisiertbis 19569,20 €/m²
BAK 1 A · Neubau, über 19 Punkte2010–202510,95 €/m²

Grundlage sind frei vereinbarte Nettokaltmieten aus dem Zeitraum 01.09.2019 bis 31.08.2025 von 25.331 Mietwohnungen (Landeshauptstadt Schwerin, Mietspiegel 2026/2027).

Wie viel darf die Miete in Schwerin steigen?

In Schwerin darf die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 % steigen, maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 Abs. 3 Satz 1 BGB). Eine abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % gilt in Schwerin nicht, weil die Stadt in keiner Gebietskulisse der Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommerns liegt (siehe nächster Abschnitt). Zusätzlich gelten feste Fristen: Ein Mieterhöhungsverlangen kann frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung zugehen; wirksam wird die neue Miete erst, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert bestand (§ 558 Abs. 1 BGB). Der Vermieter muss die Erhöhung begründen und die Werte des qualifizierten Mietspiegels mitteilen (§ 558a BGB).

Warum gilt in Schwerin die 20-%-Kappungsgrenze und keine Mietpreisbremse?

Schwerin ist Landeshauptstadt, unterliegt aber weder der abgesenkten Kappungsgrenze noch der Mietpreisbremse, weil die Stadt in keiner Gebietskulisse der Mietpreisbegrenzungs- und Kappungsgrenzenlandesverordnung Mecklenburg-Vorpommern (MietBgKaLVO M-V) vom 26. August 2023 aufgeführt ist (GVOBl. M-V 2023, S. 723). Diese Verordnung erfasst ausschließlich die Universitäts- und Hansestadt Rostock, die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald sowie acht Ostsee-Gemeinden (Binz, Graal-Müritz, Heringsdorf, Kühlungsborn, Rerik, Sellin, Zingst, Zinnowitz). Damit ist Schwerin die einzige Landeshauptstadt an der deutschen Ostseeküste ohne abgesenkte Kappungsgrenze — anders als das kleinere Greifswald oder die Hansestadt Rostock. Für Schwerin gilt deshalb die gesetzliche Regel: 20 % Kappungsgrenze in drei Jahren (§ 558 Abs. 3 Satz 1 BGB), und bei Neuvermietung greift keine Begrenzung auf 10 % über der Vergleichsmiete nach § 556d BGB (Quelle: MietBgKaLVO M-V vom 26.08.2023, GVOBl. M-V S. 723; Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung M-V).

Welche Zu- und Abschläge kennt der Mietspiegel Schwerin — und rechnet der Rechner sie ein?

Der Mietspiegel Schwerin enthält Zu- und Abschläge für den Stadtteil, für Balkon/Terrasse und für kleine Apartments; dieser Rechner weist sie als Hinweis aus, verrechnet sie aber nicht automatisch. Grund ist, dass die Werte im amtlichen Mietspiegel von der Baualtersklasse abhängen (unterschiedliche Beträge je Spalte), was das Rechenmodell nicht mechanisch abbilden kann — deshalb wird das Ergebnis als Mittelwert des Basisfeldes ausgegeben und der passende Zu-/Abschlag ist manuell zu berücksichtigen. Die Beträge stammen aus den Tabellen 3 bis 5 des Mietspiegels 2026/2027 und gelten nur für Stadtteil-Baualter-Kombinationen mit mehr als 100 erfassten Fällen:

MerkmalZu-/AbschlagBetrifft (Beispiel)
Lage Altstadtbis +1,05 €/m²Neubau/Wohnungsbau und Altbau
Lage Werdervorstadt+0,40 €/m²mehrere Baualtersklassen
Lage Schelfstadt+0,30 €/m²mehrere Baualtersklassen
Lage Mueßer Holz−0,35 €/m²BAK 2 B (modernisiert)
Lage Krebsförden−0,40 €/m²BAK 3 (nicht modernisiert)
Balkon/Terrasse+0,50 €/m²BAK 1 B und BAK 4
Apartment bis 30 m²+0,25 bis +0,45 €/m²BAK 2 B / BAK 3

Für Stadtteile und Baualtersklassen, die in Tabelle 3 nicht aufgeführt sind, weist der Mietspiegel keinen gesicherten Zu-/Abschlag aus (Wert 0). Wer eine Wohnung in der Altstadt, in Werdervorstadt oder Schelfstadt bewohnt oder vermietet, sollte den Lagezuschlag zum Mittelwert also selbst hinzurechnen; in Neu Zippendorf, Mueßer Holz oder Krebsförden ist der jeweilige Abschlag abzuziehen (Quelle: Landeshauptstadt Schwerin, Mietspiegel 2026/2027, Tabellen 3–5).

Wann kommt der nächste Mietspiegel für Schwerin?

Der aktuelle qualifizierte Mietspiegel Schwerin trägt die Ausgabe 2026/2027 und gilt ab dem 1. Januar 2026; der nächste Mietspiegel wird voraussichtlich als Ausgabe 2028/2029 erscheinen, da qualifizierte Mietspiegel nach § 558d Abs. 2 BGB alle zwei Jahre an die Marktentwicklung angepasst werden. Beschlossen hat den Mietspiegel der Arbeitskreis Mietspiegel beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Schwerin am 18. Dezember 2025. Bis zur Veröffentlichung der Folgeausgabe bleibt der Mietspiegel 2026/2027 das maßgebliche Begründungsmittel für Mieterhöhungen nach § 558a BGB (Quelle: Landeshauptstadt Schwerin, Mietspiegel 2026/2027).

Mieterhöhung in Schwerin: Was ist zulässig?

In Schwerin gilt aktuell die Kappungsgrenze von 20 %: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren höchstens um diesen Wert steigen — und nie über die ortsübliche Vergleichsmiete. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.

Kappungsgrenze in Mecklenburg-Vorpommern: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick

  1. Vergleichsmiete mit dem Rechner oben ermitteln
  2. Zulässige Erhöhung und Fristen prüfen lassen
  3. Begründetes Schreiben als PDF erstellen und versenden

Was bedeuten Vergleichsmiete, Kappungsgrenze und qualifizierter Mietspiegel?

Ortsübliche Vergleichsmiete
Die ortsübliche Vergleichsmiete ist die Miete, die in Schwerin für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage in den letzten sechs Jahren vereinbart oder geändert worden ist (§ 558 Abs. 2 BGB). Der Mietspiegel Schwerin 2026/2027 weist diese Vergleichsmiete je Wohnungstyp als Spanne in €/m² aus.
Kappungsgrenze
Die Kappungsgrenze ist die gesetzliche Obergrenze, um die die Kaltmiete innerhalb von drei Jahren höchstens steigen darf — in Schwerin aktuell 20 % (§ 558 Abs. 3 BGB). Sie wirkt zusätzlich zur ortsüblichen Vergleichsmiete: Auch innerhalb der Kappungsgrenze darf die Miete nie über die Vergleichsmiete steigen.
Qualifizierter Mietspiegel
Ein qualifizierter Mietspiegel ist ein Mietspiegel, der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder von Interessenvertretungen der Vermieter und der Mieter anerkannt worden ist (§ 558d BGB). Der Mietspiegel Schwerin 2026/2027 ist ein qualifizierter Mietspiegel; seine Werte müssen in jedem Mieterhöhungsverlangen mitgeteilt werden.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Schwerin laut Mietspiegel?

Nach dem qualifizierten Mietspiegel 2026/2027 der Landeshauptstadt Schwerin liegt die Nettokaltmiete im Mittel über alle Tabellenfelder bei rund 7,72 €/m². Je nach Baualter, Größe und Ausstattung reicht die Spanne von 4,95 €/m² (unsanierter Wohnungsbau 1957–1991) bis 11,65 €/m² (kleiner, voll modernisierter Altbau).

Ist der Mietspiegel Schwerin ein qualifizierter Mietspiegel?

Ja. Es handelt sich um einen qualifizierten Mietspiegel nach § 558d BGB, den der Arbeitskreis Mietspiegel beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Schwerin am 18.12.2025 beschlossen hat; er ist ab 01.01.2026 wirksam. Datengrundlage sind Nettokaltmieten von 25.331 Wohnungen aus dem Zeitraum 01.09.2019 bis 31.08.2025.

Wie viel darf eine Mieterhöhung in Schwerin ausfallen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, höchstens jedoch 20 % innerhalb von drei Jahren (§ 558 Abs. 3 Satz 1 BGB). In Schwerin gilt keine abgesenkte Kappungsgrenze von 15 %, da die Stadt in keiner Gebietskulisse der Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommerns liegt.

Warum gilt in Schwerin die 20-%-Kappungsgrenze und keine 15 %?

Weil Schwerin in der Mietpreisbegrenzungs- und Kappungsgrenzenlandesverordnung M-V vom 26.08.2023 (GVOBl. M-V S. 723) nicht aufgeführt ist. Die abgesenkte Kappungsgrenze gilt in Mecklenburg-Vorpommern nur für Rostock, Greifswald und acht Ostsee-Gemeinden. Schwerin ist damit die einzige Landeshauptstadt an der Ostseeküste ohne abgesenkte Kappungsgrenze.

Gilt in Schwerin die Mietpreisbremse?

Nein. Schwerin gehört nicht zur Gebietskulisse der Mietpreisbegrenzungslandesverordnung M-V nach § 556d BGB; erfasst sind nur Rostock, Greifswald und acht Ostsee-Gemeinden. Bei Neuvermietung in Schwerin gilt daher keine Begrenzung auf höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Rechnet der Mietspiegel-Rechner die Stadtteil- und Balkonzuschläge automatisch ein?

Nein. Der Rechner gibt den Mittelwert des zutreffenden Basisfeldes aus und weist die Zu- und Abschläge nur als Hinweis aus, weil sie im Mietspiegel von der Baualtersklasse abhängen. Manuell zu berücksichtigen sind z. B. der Lagezuschlag Altstadt (bis +1,05 €/m²), der Balkon-/Terrassenzuschlag (+0,50 €/m² bei BAK 1 B und 4) sowie Abschläge etwa in Krebsförden (−0,40 €/m², BAK 3).

Wie oft darf die Miete in Schwerin erhöht werden?

Ein Mieterhöhungsverlangen kann frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung zugehen. Wirksam wird die neue Miete erst, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert bestand (§ 558 Abs. 1 BGB).

Wann kommt der nächste Mietspiegel für Schwerin?

Die aktuelle Ausgabe 2026/2027 gilt ab dem 01.01.2026. Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich als Mietspiegel 2028/2029 erscheinen, da qualifizierte Mietspiegel nach § 558d Abs. 2 BGB alle zwei Jahre an die Marktentwicklung angepasst werden. Bis dahin bleibt der Mietspiegel 2026/2027 das maßgebliche Begründungsmittel nach § 558a BGB.