Mietspiegel Schwäbisch Gmünd: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung
Der Mietspiegel Schwäbisch Gmünd weist die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen in der Stadt aus: im Schnitt 7,85 €/m² nettokalt nach der Ausgabe 2024 (Quelle: Gemeinsamer qualifizierter Mietspiegel, Stadt Schwäbisch Gmünd). Wichtig: Die zweijährige Gültigkeit dieser Ausgabe ist am 30.06.2026 abgelaufen — ein Nachfolger ist noch nicht veröffentlicht (Stand: Juli 2026), die Werte dienen bis dahin als Orientierung ohne die Vermutungswirkung eines qualifizierten Mietspiegels. Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten die Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — mit vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung in Schwäbisch Gmünd plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf.
Mieterhöhungsschreiben für Schwäbisch Gmünd erstellen
Nach dem aktuellen Mietspiegel Schwäbisch Gmünd berechnet — mit Begründung nach § 558a BGB, fertig zum Versand an Ihre Mieter.
Schreiben für Schwäbisch Gmünd anfordern
Warum kein Sofort-Ergebnis?
Die Tabellenwerte des Mietspiegels Schwäbisch Gmünd dürfen wir ohne Freigabe des Herausgebers nicht online anbieten. Ihr Schreiben erstellen wir deshalb als gesonderten Service und senden es Ihnen am nächsten Werktag per E-Mail zu.
Ein Mietspiegel für 15 Kommunen: die Besonderheit in Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd hat keinen Stadt-Mietspiegel im Alleingang, sondern einen gemeinsamen qualifizierten Mietspiegel mit 14 Nachbarkommunen: der Stadt Lorch, den Gemeinden Mutlangen und Waldstetten sowie den Verwaltungsgemeinschaften Rosenstein (Bartholomä, Böbingen a. d. Rems, Heubach, Heuchlingen, Mögglingen) und Leintal-Frickenhofer Höhe (Eschach, Göggingen, Iggingen, Leinzell, Obergröningen, Schechingen). Die Stadt selbst spricht von einer Vorreiterrolle in der Region und in Baden-Württemberg. Erhoben und ausgewertet hat das EMA-Institut für empirische Marktanalysen — auf Basis von 1.240 Datensätzen, begleitet von einem Arbeitskreis, in dem unter anderem der Mieterverein Ostalbkreis, der Haus-, Wohnungs- & Grundeigentümerverein Schwäbisch Gmünd und die Vereinigte Gmünder Wohnungsgesellschaft saßen. Jede Kommune hat dabei ihre eigene Tabelle: Der Wert für eine Wohnung in Schwäbisch Gmünd steht in Abschnitt 3.1 der Broschüre, Lorch, Mutlangen und die übrigen Kommunen folgen mit eigenen Zahlen.
Die Lage wirkt in Schwäbisch Gmünd über vier Stadtbezirks-Zonen — und die Unterschiede sind ungewöhnlich deutlich: Die Innenstadt (Zone 1) bringt +5 % auf die Basismiete, die Kernstadtteile wie Oststadt, Weststadt oder Straßdorf (Zone 2) sind neutral, Teilorte wie Bettringen, Bargau oder Herlikofen (Zone 3) kosten 5 % weniger — und für Außenlagen wie Degenfeld, Rechberg und Weiler (Zone 4) zieht der Mietspiegel gleich 22 % ab. Dazu kommen Zu- und Abschläge für Ausstattung und besondere Wohnlage, jeweils als Punkte, von denen jeder einzelne 1 % der Basismiete ausmacht.
Abgelaufen seit dem 1. Juli 2026: Was gilt jetzt?
Die aktuelle Ausgabe 2024 (Fortschreibung der Neuerstellung von 2022) trat rückwirkend zum 1. Juli 2024 in Kraft — mit einer Gültigkeit von zwei Jahren, also bis zum 30. Juni 2026. Ein Nachfolger ist bislang nicht veröffentlicht (Stand: Juli 2026). Das heißt: Seit dem 1. Juli 2026 gibt es in Schwäbisch Gmünd keinen gültigen qualifizierten Mietspiegel, und die gesetzliche Vermutung, dass die Mietspiegelwerte die ortsübliche Vergleichsmiete korrekt wiedergeben (§ 558d Abs. 3 BGB), greift nicht mehr ohne Weiteres. Die Werte bleiben als Orientierung und Begründungsmittel relevant, ein Blick auf die Veröffentlichungspraxis lohnt aber: Auch die Ausgabe 2024 erschien erst am 1. Dezember 2024 — rückwirkend zum 1. Juli. Es ist also gut möglich, dass der Mietspiegel 2026 ebenfalls erst im Laufe des Jahres nachgereicht wird und dann rückwirkend gilt. Der bisherige Rhythmus: Ersterstellung 2018, Fortschreibungen 2020 und 2024, Neuerstellung 2022 — turnusgemäß stünde 2026 wieder eine Neuerstellung an.
Bei den Grenzen für Mieterhöhungen gilt in Schwäbisch Gmünd der Bundesstandard: Die Stadt steht nicht in der Gebietskulisse der baden-württembergischen Kappungsgrenzenverordnung vom 16.12.2025 (130 Gemeinden, gültig bis Ende 2026) — Bestandsmieten dürfen daher um bis zu 20 % innerhalb von drei Jahren steigen, nicht nur um 15 % wie etwa in Stuttgart oder Heilbronn. Auch die Mietpreisbremse für Neuvermietungen (§ 556d BGB) gilt in Schwäbisch Gmünd nicht.
Wie stark sind die Mieten in Schwäbisch Gmünd gestiegen?
Die durchschnittliche Nettokaltmiete über alle Wohnungen lag laut Mietspiegel 2022 bei 7,39 €/m², die Fortschreibung 2024 hob sie auf 7,85 €/m² — ein Plus von gut 6 % in zwei Jahren. Die Spreizung nach Baujahr und Größe ist dabei groß: Eine große Bestandswohnung der Zwischenkriegszeit beginnt in der Basistabelle bei 6,76 €/m², ein kleines Neubau-Apartment (Baujahr ab 2018, unter 30 m²) erreicht 12,87 €/m². Auffällig ist der Abstand zu den Angebotsmieten: Portale weisen für Schwäbisch Gmünd Mitte 2026 rund 11,75 €/m² für inserierte Wohnungen aus (Engel & Völkers, Angebotspreise) — wer neu anmietet, zahlt also deutlich mehr als der Mietspiegel-Durchschnitt der Bestandsmieten. Für Mieterhöhungen im laufenden Vertrag zählt aber allein die ortsübliche Vergleichsmiete, nicht das Inseratsniveau.
Belege aus dem Mietspiegel Schwäbisch Gmünd
Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Schwäbisch Gmünd geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.
Mieterhöhung in Schwäbisch Gmünd: Was ist zulässig?
Eine Mieterhöhung in Schwäbisch Gmünd ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.
Kappungsgrenze in Baden-Württemberg: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Miete in Schwäbisch Gmünd laut Mietspiegel?
Im Durchschnitt 7,85 €/m² nettokalt nach dem Mietspiegel 2024 (Ausgabe 2022: 7,39 €/m²). Je nach Baujahr und Größe reicht die Basistabelle von 6,76 €/m² (große Wohnung, Baujahr 1919–1948) bis 12,87 €/m² (kleines Apartment, Baujahr ab 2018); Ausstattung und Lage wirken zusätzlich als prozentuale Zu- und Abschläge.
Ist der Mietspiegel Schwäbisch Gmünd noch gültig?
Die Ausgabe 2024 trat rückwirkend am 01.07.2024 mit zweijähriger Gültigkeit in Kraft und ist damit seit dem 01.07.2026 abgelaufen; ein Nachfolger ist noch nicht veröffentlicht (Stand: Juli 2026). Die Werte bleiben als Orientierung nutzbar, die Vermutungswirkung eines qualifizierten Mietspiegels (§ 558d Abs. 3 BGB) besteht aber derzeit nicht. Die Ausgabe 2024 erschien seinerzeit erst am 01.12.2024 rückwirkend — ein ähnlicher Ablauf ist für 2026 möglich.
Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Schwäbisch Gmünd ausfallen?
Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, maximal 20 % innerhalb von drei Jahren: Schwäbisch Gmünd steht nicht in der Gebietskulisse der baden-württembergischen Kappungsgrenzenverordnung vom 16.12.2025 (130 Gemeinden, gültig bis 31.12.2026), daher gilt die reguläre Kappungsgrenze des § 558 Abs. 3 BGB — nicht die abgesenkten 15 %.
Gilt in Schwäbisch Gmünd die Mietpreisbremse?
Nein. Schwäbisch Gmünd gehört nicht zur Gebietskulisse der Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-Württemberg vom 16.12.2025 (in Kraft seit 01.01.2026, gültig bis Ende 2026). Bei Neuvermietung kann die Miete daher grundsätzlich frei vereinbart werden — Grenzen setzen nur Mietwucher-Vorschriften (§ 5 WiStrG, § 291 StGB).
Ist der Mietspiegel Schwäbisch Gmünd ein qualifizierter Mietspiegel?
Ja, die Ausgabe 2024 wurde von allen beteiligten Kommunen als qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB anerkannt — wissenschaftlich erstellt vom EMA-Institut für empirische Marktanalysen auf Basis von 1.240 Datensätzen, begleitet von einem Arbeitskreis mit Mieterverein Ostalbkreis und Haus & Grund Schwäbisch Gmünd. Seit Ablauf der Gültigkeit am 30.06.2026 fehlt allerdings die Vermutungswirkung.
Für welche Orte gilt der gemeinsame Mietspiegel?
Für 15 Kommunen: Schwäbisch Gmünd, Lorch, Mutlangen, Waldstetten sowie die Verwaltungsgemeinschaften Rosenstein (Bartholomä, Böbingen a. d. Rems, Heubach, Heuchlingen, Mögglingen) und Leintal-Frickenhofer Höhe (Eschach, Göggingen, Iggingen, Leinzell, Obergröningen, Schechingen). Jede Kommune hat eine eigene Basistabelle — der Rechner hier bildet den Teil-Mietspiegel der Stadt Schwäbisch Gmünd ab.
Für welche Wohnungen gilt der Mietspiegel Schwäbisch Gmünd nicht?
U. a. nicht für preisgebundene Wohnungen (Sozialwohnungen), Wohnraum in Heimen und Sammelunterkünften, Einzelzimmer, nicht abgeschlossene Wohnungen, kurzzeitig vermietete Wohnungen (max. 3 Monate, Ferienwohnungen) und an ein Beschäftigungsverhältnis gebundene Dienst- oder Werkswohnungen. Er deckt Wohnflächen von 25/30 bis 140/160 m² ab.
Wie oft darf die Miete erhöht werden?
Frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung darf ein neues Verlangen zugehen; wirksam wird die neue Miete, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert war (§ 558 Abs. 1 BGB).