Mietspiegel Oberhausen: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung
Der Mietspiegel Oberhausen zeigt die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnungen in der Stadt. Es handelt sich um einen qualifizierten Mietspiegel nach § 558d BGB, Ausgabe 2025 (Stichtag 1. März 2025, veröffentlicht am 16. Juni 2025, Quelle: Stadt Oberhausen). Einen einzelnen amtlichen Gesamtdurchschnitt gibt die Stadt dabei nicht an — die ortsübliche Miete ergibt sich immer aus Baualter, Größe, Wohnlage und Ausstattung der konkreten Wohnung. Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in wenigen Minuten genau diesen Wert für eine bestimmte Wohnung — mit vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung Oberhausen plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf.
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Wohnen und Mieten in Oberhausen: die Lage vor Ort
Oberhausen zählt gut 213.000 Einwohner und gilt dem Deutschen Mieterbund als angespannter Wohnungsmarkt; das Land Nordrhein-Westfalen hat die Stadt bei der jüngsten Mieterschutzverordnung vom 28. Januar 2025 jedoch nicht in die Gebietskulisse aufgenommen. Für Mieterinnen und Mieter gelten deshalb nur die bundesweiten Schutzregeln, nicht die verschärften Landesregelungen.
Die amtliche Einwohnerzahl liegt je nach Quelle zwischen 212.127 (Zensus 2022) und 213.088 (Melderegister 2024). Anders als etwa das benachbarte Krefeld oder Duisburg, die das Land als angespannt eingestuft und in die Mieterschutzverordnung NRW aufgenommen hat, fehlt Oberhausen in dieser Kulisse — der Mieterbund NRW kritisiert das ausdrücklich und namentlich. Rechtlich bedeutet das: keine abgesenkte Kappungsgrenze und keine Mietpreisbremse.
Wie stark sind die Mieten in Oberhausen gestiegen?
Eine amtliche Zeitreihe zur Mietentwicklung veröffentlicht die Stadt Oberhausen nicht als einzelnen Durchschnittswert. Der qualifizierte Mietspiegel 2025 bildet den Stand zum Stichtag 1. März 2025 ab und wurde am 16. Juni 2025 veröffentlicht; verlässliche Aussagen sind daher nur für konkrete Wohnungen entlang der Mietspiegel-Tabelle möglich, nicht als pauschaler Quadratmeterpreis.
Ein Signal für die Marktdynamik liefert der Mietspiegel selbst: In der Ausgabe 2025 führt die Stadt erstmals eine eigene Baujahresgruppe „ab 2015" ein. Das jüngste Neubausegment ist damit groß genug geworden, um separat ausgewiesen zu werden — ein Hinweis auf die spürbare Preisspreizung zwischen Alt- und Neubau, wie sie auch in anderen Ruhrgebietsstädten zu beobachten ist.
Wie hoch darf die Miete in Oberhausen steigen?
In Oberhausen dürfen Bestandsmieten innerhalb von drei Jahren um bis zu 20 % steigen (§ 558 Abs. 3 BGB). Die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % gilt hier nicht, und auch eine Mietpreisbremse für Neuvermietungen (§ 556d BGB) besteht nicht — beides, weil die Stadt außerhalb der Landes-Gebietskulisse liegt.
Sowohl die abgesenkte Kappungsgrenze als auch die Mietpreisbremse setzen in NRW voraus, dass eine Kommune per Rechtsverordnung als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt bestimmt wird. Maßgeblich ist die Mieterschutzverordnung NRW vom 28. Januar 2025 (GV. NRW. S. 111). Oberhausen ist darin nicht aufgeführt. Die Erhöhung bleibt zusätzlich stets durch die ortsübliche Vergleichsmiete gedeckelt: Über den Mietspiegelwert hinaus darf die Miete nach § 558 BGB nicht angehoben werden, auch wenn die 20-%-Kappungsgrenze rechnerisch noch Luft ließe.
Wie rechnet der Mietspiegel Oberhausen?
Der Mietspiegel Oberhausen ermittelt zunächst einen Basiswert für die mittlere Wohnlage, gestaffelt nach Baualtersklasse und Wohnungsgröße. Auf diesen Ausgangswert werden anschließend Zu- und Abschläge in Euro je Quadratmeter angerechnet — für die Wohnlage sowie für Ausstattungs- und Beschaffenheitsmerkmale der konkreten Wohnung.
Neu in der Ausgabe 2025 ist die separate Baujahresgruppe „ab 2015", mit der moderne Neubauwohnungen erstmals eigenständig bewertet werden. Weil die Stadt keinen amtlichen Gesamtdurchschnitt veröffentlicht, führt der Rechner den vollständigen Weg vom Basiswert über die einzelnen Zu- und Abschläge bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete Schritt für Schritt vor — nachvollziehbar und mit Bezug auf die jeweils herangezogene Tabellenzeile.
Belege aus dem Mietspiegel Oberhausen
Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Oberhausen geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.
Mieterhöhung in Oberhausen: Was ist zulässig?
Eine Mieterhöhung in Oberhausen ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.
Kappungsgrenze in Nordrhein-Westfalen: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Miete in Oberhausen laut Mietspiegel?
Einen einzelnen amtlichen Durchschnittswert nennt die Stadt Oberhausen nicht. Die ortsübliche Vergleichsmiete ergibt sich im qualifizierten Mietspiegel 2025 (§ 558d BGB, Stichtag 1. März 2025) immer aus Baualter, Größe, Wohnlage und Ausstattung der konkreten Wohnung — der Rechner ermittelt diesen Wert samt Rechenweg.
Wie viel darf die Miete in Oberhausen steigen?
Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, höchstens aber um 20 % innerhalb von drei Jahren (§ 558 Abs. 3 BGB). Die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % gilt in Oberhausen nicht, weil die Stadt nicht in der Gebietskulisse der Mieterschutzverordnung NRW liegt.
Gilt in Oberhausen die Mietpreisbremse?
Nein. Die Mietpreisbremse nach § 556d BGB ist in Oberhausen nicht anwendbar, weil die Stadt in der Mieterschutzverordnung NRW vom 28. Januar 2025 (GV. NRW. S. 111) nicht als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt bestimmt ist. Bei Neuvermietung gibt es daher keine gesetzliche Preisobergrenze von 10 %.
Warum gilt in Oberhausen keine abgesenkte Kappungsgrenze und keine Mietpreisbremse?
Beide Schutzinstrumente setzen in NRW voraus, dass das Land eine Kommune per Verordnung als angespannten Wohnungsmarkt ausweist. Oberhausen ist in der Mieterschutzverordnung NRW vom 28. Januar 2025 nicht aufgeführt — obwohl der Deutsche Mieterbund den Markt als angespannt einstuft und die Nicht-Aufnahme namentlich kritisiert.
Ist der Mietspiegel Oberhausen ein qualifizierter Mietspiegel?
Ja. Die Ausgabe 2025 ist ein qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB (Stichtag 1. März 2025, veröffentlicht am 16. Juni 2025). Seine Werte müssen in einem Mieterhöhungsverlangen nach § 558 BGB mitgeteilt werden, auch wenn der Vermieter ein anderes Begründungsmittel wählt.
Wie oft darf die Miete in Oberhausen erhöht werden?
Frühestens zwölf Monate nach der letzten Erhöhung darf ein neues Verlangen zugehen (§ 558 BGB). Wirksam wird die höhere Miete erst, wenn die bisherige Miete zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens 15 Monate unverändert bestand — die sogenannte Jahressperrfrist gilt in Oberhausen wie bundesweit.
Was ist am Mietspiegel Oberhausen 2025 neu?
Erstmals weist der Mietspiegel eine eigene Baujahresgruppe „ab 2015" aus. Moderne Neubauwohnungen werden damit separat bewertet, statt sie mit älteren Beständen zusammenzufassen — ein Zeichen dafür, dass das jüngste Neubausegment in Oberhausen groß genug für eine eigene Tabellenzeile geworden ist.
Wie rechnet der Mietspiegel Oberhausen?
Ausgangspunkt ist ein Basiswert für die mittlere Wohnlage, gestaffelt nach Baualtersklasse und Wohnungsgröße. Darauf werden Zu- und Abschläge in Euro je Quadratmeter angerechnet — für die Wohnlage sowie für Ausstattung und Beschaffenheit. So entsteht die ortsübliche Vergleichsmiete der konkreten Wohnung nach § 558 BGB.