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Mietspiegel Hannover: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung

Der Mietspiegel Hannover weist als ortsübliche Vergleichsmiete im Durchschnitt 8,73 €/m² nettokalt aus (qualifizierter Mietspiegel 2025 nach § 558d BGB, gültig seit dem 18.12.2025; Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Drucksache 2399/2025). Gegenüber dem qualifizierten Mietspiegel 2021 mit 7,84 €/m² sind das +11,3 Prozent in vier Jahren. Grundlage sind 47.347 auswertbare Mietwerte, erhoben zum Stichtag 1. April 2025 im Auftrag der Region Hannover. Mit dem Rechner ermitteln Vermieter und Mieter in wenigen Minuten die ortsübliche Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — inklusive Punktesystem, Wohnlage und vollständigem Rechenweg. Wer eine Mieterhöhung Hannover plant oder prüft, sieht direkt im Anschluss, ob und um wie viel die Miete nach § 558 BGB steigen darf — in Hannover gilt dabei die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 Prozent in drei Jahren (Niedersächsische Mieterschutzverordnung, befristet bis 31.12.2029).

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Wie funktioniert das Punktesystem im Mietspiegel Hannover?

Der Mietspiegel Hannover 2025 ordnet die Wohnung über 19 Ausstattungsmerkmale mit maximal 26 Punkten in die Spanne des Tabellenfelds ein: 0–9 Punkte führen in das untere Viertel-Segment zwischen Unterwert und Mittelwert, 10–12 Punkte in dessen obere Hälfte, 13–15 Punkte in die untere Hälfte zwischen Mittelwert und Oberwert, 16–26 Punkte in das oberste Viertel-Segment (Quelle: Mietspiegel Hannover 2025, Landeshauptstadt Hannover/Region Hannover). Mietpreisstarke Merkmale wie komplett ausgestattete Küche, Gäste-WC, Badfenster, Fußbodenheizung im Bad oder Balkon zählen je 2 Punkte, die übrigen je 1 Punkt. Neu gegenüber älteren Ausgaben ist das Energieeffizienz-Merkmal nach Energieausweis: Klasse A++ bis B bringt 2 Punkte, Klasse C oder D 1 Punkt. Eine juristische Besonderheit steht auf Seite 7 der Broschüre: Die Einordnungshilfe mit dem Punktesystem ist nicht Teil des qualifizierten Mietspiegels, sondern hat nur die Qualität eines einfachen Mietspiegels — qualifiziert im Sinne des § 558d BGB sind die Tabellenwerte selbst.

Welche Wohnlagen unterscheidet der Mietspiegel Hannover?

Der Mietspiegel Hannover kennt genau zwei Wohnlagen — normale und gute Lage —, und die Zuordnung jeder Adresse steht im amtlichen Straßenverzeichnis unter www.mietspiegel-region-hannover.de, das Teil des qualifizierten Mietspiegels ist (Quelle: Mietspiegel Hannover 2025). Ungewöhnlich ist der Tabellenaufbau: Die normale Lage arbeitet mit 4 Wohnungsgrößenklassen, die gute Lage mit 6 feineren Größenklassen; hinzu kommen 11 Baualtersklassen von „bis 1918" bis „2021 bis März 2025". Der Preisabstand zwischen Alt und Neu ist deutlich: Kleine Neubauwohnungen erreichen im Mittel 14,54 €/m² (Baualter 2015–2020, normale Lage) bzw. 14,17 €/m² (Baualter 2021–03/2025, gute Lage), während Altbau-Segmente bei rund 7,81–8,76 €/m² liegen. Der Geltungsbereich ist eng gefasst: Der Mietspiegel gilt nur für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit mindestens 3 Wohnungen; Ein- und Zweifamilienhäuser, möblierte, preisgebundene sowie Staffel- und Indexmietwohnungen sind ausgenommen.

Wie haben sich die Mieten in Hannover entwickelt?

Die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete in Hannover ist von 7,84 €/m² (qualifizierter Mietspiegel 2021) auf 8,73 €/m² (qualifizierter Mietspiegel 2025) gestiegen — ein Plus von 11,3 Prozent in vier Jahren (Quelle: Begründung zur Drucksache 2399/2025, Landeshauptstadt Hannover). Dazwischen lag der Mietspiegel 2023 als einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB: eine reine Indexfortschreibung der 2021er-Werte um +8,2 Prozent (Verbraucherpreisindex Niedersachsen ohne Nahrungsmittel und Energie), vom Rat am 30.11.2023 anerkannt. Der Mietspiegel 2025 ist wieder eine empirische Repräsentativerhebung: 47.347 auswertbare Mietwerte zum Stichtag 1. April 2025, erhoben von der FUB Wohnen + Immobilien + Umwelt GmbH (F+B), Hamburg, im Auftrag der Region Hannover. Eine Besonderheit des Projekts: Alle 21 regionsangehörigen Kommunen erhalten parallel eigene Mietspiegel über die gemeinsame Plattform mietspiegel-region-hannover.de — die Landeshauptstadt mit ihren 558.051 Einwohnern (Melderegister, Stand 31.12.2024) ist die größte davon.

Welche Kappungsgrenze und Mietpreisbremse gelten in Hannover?

In Hannover dürfen Bestandsmieten nach § 558 BGB nur um 15 Prozent innerhalb von drei Jahren steigen — die abgesenkte Kappungsgrenze gilt lückenlos seit dem 01.12.2016 und ist aktuell bis zum 31.12.2029 befristet (§ 2 Nr. 1 Niedersächsische Mieterschutzverordnung vom 20.12.2024, Nds. GVBl. 2024 Nr. 122; Vorgängerverordnungen vom 08.11.2016, Nds. GVBl. Nr. 17/2016 S. 252, und vom 22.12.2020, Nds. GVBl. Nr. 49/2020 S. 566). Niedersachsen bündelt dabei alle Mieterschutz-Instrumente seit 2016 in einer einzigen Verordnung — eine separate Kappungsgrenzen- oder Mietpreisbegrenzungsverordnung gab es nie. Auch die Mietpreisbremse (§ 556d BGB, maximal ortsübliche Vergleichsmiete + 10 Prozent bei Neuvermietung) gilt in Hannover bis zum 31.12.2029, verlängert durch die Änderungsverordnung vom 03.12.2025 (Nds. GVBl. 2025 Nr. 93, in Kraft seit 04.12.2025). Historische Fußnote für Altfälle: Für den Zeitraum 2016 bis 2020 hat das Landgericht Hannover die Mietpreisbremse wegen fehlender Verordnungsbegründung für unwirksam erklärt (Urteil vom 12.08.2020, Az. 7 S 7/20) — die Kappungsgrenze war davon nicht betroffen, weil für sie keine Begründungspflicht besteht.

Belege aus dem Mietspiegel Hannover

Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Hannover geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.

Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Hannover — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.
Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Hannover — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.

Mieterhöhung in Hannover: Was ist zulässig?

Eine Mieterhöhung in Hannover ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Hannover laut Mietspiegel?

Im Durchschnitt 8,73 €/m² nettokalt nach dem qualifizierten Mietspiegel 2025 (gültig seit 18.12.2025; Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Drucksache 2399/2025). Je nach Baualter, Größe, Lage und Ausstattung reicht die Bandbreite von rund 7,81–8,76 €/m² im Altbau-Segment bis 14,54 €/m² im Mittel für kleine Neubauwohnungen (Baualter 2015–2020, normale Lage).

Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Hannover ausfallen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, maximal aber 15 % innerhalb von drei Jahren. In Hannover gilt die abgesenkte Kappungsgrenze statt der bundesweiten 20 % — lückenlos seit dem 01.12.2016 und aktuell befristet bis zum 31.12.2029 (§ 2 Nr. 1 Niedersächsische Mieterschutzverordnung vom 20.12.2024, Nds. GVBl. 2024 Nr. 122).

Ist der Mietspiegel Hannover 2025 ein qualifizierter Mietspiegel?

Ja, nach § 558d BGB. Er beruht auf einer empirischen Repräsentativerhebung mit 47.347 auswertbaren Mietwerten zum Stichtag 01.04.2025, erstellt von der FUB Wohnen + Immobilien + Umwelt GmbH (F+B), Hamburg, im Auftrag der Region Hannover, und gilt seit der Anerkennung durch den Rat der Landeshauptstadt am 18.12.2025. Nur die Einordnungshilfe mit dem Punktesystem hat laut Broschüre lediglich die Qualität eines einfachen Mietspiegels.

Gilt in Hannover die Mietpreisbremse?

Ja. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (§ 556d BGB). Die Niedersächsische Mieterschutzverordnung weist Hannover als angespannten Wohnungsmarkt aus; die Mietpreisbremse ist bis zum 31.12.2029 befristet (verlängert durch Änderungsverordnung vom 03.12.2025, Nds. GVBl. 2025 Nr. 93). Für Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis nach § 558 BGB ist sie nicht maßgeblich.

Seit wann gilt die 15-%-Kappungsgrenze in Hannover?

Lückenlos seit dem 01.12.2016, geregelt in drei aufeinanderfolgenden Fassungen der Niedersächsischen Mieterschutzverordnung (08.11.2016, 22.12.2020, 20.12.2024). Die aktuelle Fassung ist bis zum 31.12.2029 befristet; ohne neue Verordnung gilt ab dem 01.01.2030 wieder die bundesweite Grenze von 20 %.

Wie funktioniert das Punktesystem im Mietspiegel Hannover?

19 Ausstattungsmerkmale ergeben maximal 26 Punkte (mietpreisstarke Merkmale wie Einbauküche, Gäste-WC oder Balkon je 2 Punkte, sonst 1 Punkt; Energieeffizienzklasse A++ bis B = 2, C oder D = 1). Die Punktsumme bestimmt das Viertel-Segment der Tabellenspanne: 0–9 Punkte unteres Segment, 10–12 zweites, 13–15 drittes, 16–26 oberstes Segment (Quelle: Mietspiegel Hannover 2025).

Für welche Wohnungen gilt der Mietspiegel Hannover nicht?

Der Mietspiegel Hannover 2025 gilt nur für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit mindestens 3 Wohnungen. Nicht erfasst sind u. a. Ein- und Zweifamilienhäuser, möblierte, preisgebundene sowie Staffel- und Indexmietwohnungen und Wohnungen unter dem Mindeststandard (Bad, WC und eine Heizung, die alle Wohnräume beheizt).

Was war der Mietspiegel Hannover 2023?

Ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB als Übergangslösung: eine Indexfortschreibung der Werte des qualifizierten Mietspiegels 2021 um +8,2 % (Verbraucherpreisindex Niedersachsen ohne Nahrungsmittel und Energie), anerkannt vom Rat am 30.11.2023. Seit dem 18.12.2025 ist er durch den qualifizierten Mietspiegel 2025 mit durchschnittlich 8,73 €/m² abgelöst.