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Mietspiegel Bremen: ortsübliche Vergleichsmiete & Mieterhöhung

Der qualifizierte Mietspiegel für die Stadtgemeinde Bremen 2026 ermittelt die ortsübliche Vergleichsmiete aus einer Basismiete nach Wohnfläche — von 9,52 €/m² bei 20 m² bis 5,75 €/m² bei 140 m² — plus prozentualen Zu- und Abschlägen für Baujahr, Ausstattung, Modernisierung und Wohnlage (Quelle: Broschüre zum Bremer Mietspiegel 2026, gültig 01.01.2026 bis 31.12.2027). Mit dem Rechner ermitteln Mieter und Vermieter in zwei Minuten die Vergleichsmiete für eine konkrete Wohnung — mit vollständigem Rechenweg über alle Prozent-Merkmale. Vermieter prüfen direkt im Anschluss, ob und um wie viel sie die Miete nach § 558 BGB erhöhen dürfen: In der Stadt Bremen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren.

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Wohnen und Mieten in Bremen: die Lage vor Ort

Bremen hat lange ohne Mietspiegel gelebt: Erst zum 01.01.2024 bekam die Stadtgemeinde ihren ersten qualifizierten Mietspiegel nach § 558d BGB — erhoben von der InWIS Forschung & Beratung GmbH auf Basis einer repräsentativen Vermietendenbefragung zum Stand 1. März 2023 und anerkannt von den Interessenvertretern beider Seiten, darunter Bremer Mieterschutzbund und Haus & Grund Bremen (Quelle: Broschüre zum Bremer Mietspiegel 2026). Die Ausgabe 2026 ist die erste Fortschreibung: Alle Basismieten wurden mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland auf den Indexstand März 2025 angepasst (Neitzel Consultants GmbH); der Mietspiegel gilt damit als qualifizierter Mietspiegel fort — vom 01.01.2026 bis zum 31.12.2027.

Wie rechnet der Bremer Mietspiegel?

Bremen arbeitet mit einem Regressionsmodell: Die Grundtabelle nennt eine Basismiete, die nur von der Wohnfläche abhängt — quadratmetergenau von 20 bis 140 m², mit fallendem Verlauf von 9,52 €/m² (20 m²) über 6,58 €/m² (60 m²) bis 5,75 €/m² (140 m²). Darauf werden prozentuale Zu- und Abschläge addiert: für die Baujahresklasse (Referenz 1975–1983; Neubauten 2012–2019 +24,3 %), die Gebäudeart (freistehende Ein-/Zweifamilienhäuser −8,9 %), Bad und Küche, Außenflächen, Bodenbeläge, Heizung (Wärmepumpe +21,5 %), Modernisierungen und die Wohnlage. Um den errechneten Mietwert gilt eine Spanne von −11,9 bis +11,7 Prozent (Quelle: Bremer Mietspiegel 2026, Tabellen 1–12).

Wie finde ich die Wohnlage meiner Bremer Wohnung?

Der Mietspiegel kennt fünf Wohnlageklassen mit Wirkungen von −14,0 % (Klasse 1) bis +17,7 % (Klasse 5); Klasse 3 ist die Referenz. Die Einstufung jeder Adresse steht im Wohnlagenverzeichnis zum Bremer Mietspiegel (bremer-mietspiegel.de) — im Rechner wählen Sie die Klasse dann aus. Zwei Sonderfälle regelt die Broschüre ausdrücklich: Wohnungen in der Peripherie ohne Wohnlagen-Zuordnung sind nicht Teil des Mietspiegels (Klasse 1 als Orientierung); für Gebiete ohne ausgewiesene Lageklasse innerhalb des Stadtgebiets — etwa die Überseestadt — gilt die Referenzklasse 3.

Was gilt in Bremen für Kappungsgrenze und Mietpreisbremse?

In der Stadtgemeinde Bremen (nicht in Bremerhaven) gilt seit September 2014 die abgesenkte Kappungsgrenze: Bestandsmieten dürfen in drei Jahren um höchstens 15 % steigen; die Kappungsgrenzen-Verordnung vom 16.08.2024 (Brem.GBl. 2024 S. 598) verlängert das bis August 2029. Auch die Mietpreisbremse gilt: Die neue Mietenbegrenzungsverordnung vom 18.11.2025 ist am 01.12.2025 in Kraft getreten und läuft bis zum 31.12.2029 — bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (Quelle: Transparenzportal Bremen). Der Mietspiegel ist für beides der Maßstab.

Belege aus dem Mietspiegel Bremen

Die Werte dieser Seite haben wir am amtlichen Mietspiegel Bremen geprüft. Die Fundstellen-Ausschnitte selbst dürfen wir hier nicht zeigen, weil der Herausgeber die Wiedergabe nicht gestattet.

Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Bremen — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.
Fundstellen-Nachweis aus dem Mietspiegel Bremen — Anzeige ohne Genehmigung des Herausgebers nicht möglich.

Mieterhöhung in Bremen: Was ist zulässig?

Eine Mieterhöhung in Bremen ist nach § 558 BGB bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete möglich und innerhalb von drei Jahren zusätzlich durch die Kappungsgrenze begrenzt. Ein Erhöhungsverlangen ist frühestens 12 Monate nach der letzten Erhöhung möglich; die neue Miete gilt ab dem Beginn des dritten Monats nach Zugang des Schreibens, wenn der Mieter zustimmt.

Kappungsgrenze in Bremen: alle Gemeinden und die Landesverordnung im Überblick

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Miete in Bremen laut Mietspiegel?

Die Basismiete des Bremer Mietspiegels 2026 hängt von der Wohnfläche ab: 9,52 €/m² bei 20 m², 6,58 €/m² bei 60 m², 5,75 €/m² bei 140 m². Dazu kommen prozentuale Zu- und Abschläge für Baujahr (bis +24,3 %), Ausstattung, Modernisierung und Wohnlage (−14,0 bis +17,7 %) sowie eine Spanne von −11,9 bis +11,7 % um den errechneten Wert.

Ist der Bremer Mietspiegel ein qualifizierter Mietspiegel?

Ja — der erste qualifizierte Mietspiegel der Stadtgemeinde Bremen galt ab 01.01.2024 (Erhebung InWIS, Stand 01.03.2023); die Ausgabe 2026 ist die vom Arbeitskreis anerkannte Fortschreibung per Verbraucherpreisindex (§ 558d Abs. 2 BGB). Seine Werte müssen in jedem Mieterhöhungsverlangen mitgeteilt werden und gelten vor Gericht als Vermutung für die ortsübliche Vergleichsmiete.

Wie hoch darf eine Mieterhöhung in Bremen ausfallen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, maximal 15 % innerhalb von drei Jahren: In der Stadtgemeinde Bremen gilt die abgesenkte Kappungsgrenze (Kappungsgrenzen-Verordnung vom 16.08.2024, verlängert bis August 2029) statt der bundesweiten 20 %. In Bremerhaven gilt sie nicht.

Wie finde ich die Wohnlage meiner Wohnung in Bremen?

Im Wohnlagenverzeichnis zum Bremer Mietspiegel (bremer-mietspiegel.de): Jede Adresse ist einer von fünf Wohnlageklassen zugeordnet (Klasse 1: −14,0 % bis Klasse 5: +17,7 %; Referenz ist Klasse 3). Für Gebiete ohne Zuordnung innerhalb des Stadtgebiets — etwa die Überseestadt — gilt die Referenzklasse 3.

Für welche Wohnungen gilt der Bremer Mietspiegel nicht?

U. a. nicht für Wohnungen unter 20 m² oder über 140 m², Neubauten ab Baujahr 2020 (Orientierung möglich), preisgebundenen Wohnraum und Wohnungen in der Peripherie ohne Wohnlagen-Zuordnung. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser sind dagegen erfasst (Abschlag −8,9 %).

Was ist das Besondere an der Bremer Basismiete?

Sie ist quadratmetergenau: Die Grundtabelle nennt für jede Wohnfläche von 20 bis 140 m² einen eigenen Wert — je kleiner die Wohnung, desto höher die Basismiete pro Quadratmeter. Zwischenwerte dürfen auf volle Quadratmeter gerundet oder interpoliert werden.

Gilt in Bremen die Mietpreisbremse?

Ja, in der Stadtgemeinde Bremen (ohne Bremerhaven): Die Mietenbegrenzungsverordnung vom 18.11.2025 gilt vom 01.12.2025 bis zum 31.12.2029. Bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Wann kommt der nächste Bremer Mietspiegel?

Der Mietspiegel 2026 gilt bis zum 31.12.2027. Als qualifizierter Mietspiegel muss er spätestens nach zwei Jahren angepasst und nach vier Jahren neu erstellt werden — die nächste Neuerhebung steht turnusgemäß zum 01.01.2028 an.