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Mieterhöhung in Offenburg: Mit dem Mietspiegel 2026 zum korrekten Betrag — Schritt für Schritt

Sie wollen die Miete erhöhen — oder prüfen, ob die Erhöhung Ihres Vermieters stimmt. Offenburg ist erst seit 2020 qualifizierte Mietspiegel-Stadt, macht es aber gründlich: Zu jeder Ausgabe erscheint ein eigenes Straßenverzeichnis, das die Wohnlage Adresse für Adresse festlegt — und seit 2024 gibt es einen Zuschlag, den es nirgendwo sonst gibt: fünf Prozent fürs Wohnen oberhalb von 180 Höhenmetern. Dieser Artikel führt Sie durch die vier Rechenschritte, die Zonen und sechs Jahre Offenburger Mietspiegel-Geschichte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der qualifizierte Mietspiegel 2026 gilt vom 01.06.2026 bis 31.05.2028 — eine Verbraucherpreis-Fortschreibung der Neuerhebung 2024 (eigene Ableitung: +4,1 Prozent).
  • Die Rechnung läuft in vier Schritten: Basis-Nettomiete nach Wohnfläche, Prozent-Zu-/Abschläge für Alter und Ausstattung, Lage laut Straßenverzeichnis, Berechnungsschema.
  • Die Wohnlage ist adressgenau: Drei Zonen (0/+10/+11 Prozent) plus Innenstadt-Nähe (+4), Höhenlage ab 180 m ü. NN (+5) und Bahnlärm (−3) — alles im amtlichen Verzeichnis.
  • Erhöhungen sind auf 15 Prozent in drei Jahren begrenzt (Kappungsgrenzen-VO Baden-Württemberg, bis 31.12.2026); bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse.
  • Die Neuerhebung 2024 drehte die Kurve: Kleine Wohnungen wurden um knapp 14 Prozent günstiger bewertet, große um gut 12 Prozent teurer — eigene Auswertung der Basistabellen.
Basis-Trend 70 m²
+10,9 %
2020 → 2026 (eigene Ableitung)
Art
Qualifiziert
erster überhaupt: 2020
Gültig
bis 31.05.2028
seit 01.06.2026
Spanne
+16/−15 %
asymmetrische 2/3-Spanne
Kappungsgrenze
15 %
BW-VO, bis 31.12.2026
Mietpreisbremse
Ja
BW-Kulisse, bis 31.12.2026
Straßenverzeichnis
je Ausgabe
711 Straßen, 3 Kriterien
Geltungsbereich
30–160 m²
inkl. vermieteter Häuser

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Vier Schritte zum Betrag: So rechnet der Mietspiegel 2026

Offenburg rechnet als Regressionsmietspiegel in vier klaren Schritten: Erstens die Basis-Nettomiete — quadratmetergenau nach Wohnfläche (30 bis 160 m²), zweitens die prozentualen Zu- und Abschläge für Alter, Art, Ausstattung und Beschaffenheit, drittens die Lage-Prozente laut Straßenverzeichnis, viertens das Berechnungsschema, das alles zusammenführt.

Beim Baujahr reicht die Skala von −16 Prozent (1949–1960) bis +23 Prozent für den Neubau (2016–2023). Bei der Lage gilt seit 2024: drei Zonen (0, +10, +11 Prozent), dazu +4 Prozent für die fußläufige Innenstadt-Nähe unter 500 Metern, +5 Prozent für Wohnlagen ab 180 Metern über Normalnull — und −3 Prozent bei Bahnlärm ab 55 Dezibel. Es zählt nur Ausstattung, die der Vermieter stellt.

Ein Rechenweg-Beispiel mit einem frei erfundenen Basiswert — die echten stehen nur in der amtlichen Tabelle: Angenommen, Tabelle 1 nennt für Ihre 70-m²-Wohnung 8,00 €/m². Baujahr 1990er (leichter Abschlag), Zone 2 (+10), Innenstadt-nah (+4) — unterm Strich +8 Prozent: 8,00 € × 1,08 = 8,64 €/m², mal 70 m² sind rund 605 € ortsübliche Vergleichsmiete.

Um das Ergebnis legt der Mietspiegel eine asymmetrische Zwei-Drittel-Spanne: +16 Prozent nach oben, −15 nach unten (bis 2022 waren es symmetrische ±20). Für Ihre Erhöhung zählt der errechnete Betrag.

Wer Wohnfläche, Baujahr, Adresse und Ausstattung kennt, kommt in Minuten zum korrekten Betrag. Unser Rechner oben führt durch genau diese Systematik — die Lage entnehmen Sie dem amtlichen Straßenverzeichnis.

Die Neuerhebung 2024 hat die Kurve gedreht

Offenburg liefert das Lehrstück, dass Neuerhebungen Kurven umbauen können: 2020/2022 waren kleine Wohnungen deutlich teurer bewertet und große günstig — die Neuerhebung 2024 senkte die Basis der 30-m²-Wohnung um knapp 14 Prozent und hob die der 160-m²-Wohnung um gut 12 Prozent. Übrig blieb eine fast flache Kurve: Die Wohnungsgröße spielt in Offenburg heute kaum noch eine Rolle beim Quadratmeterpreis.

Insgesamt wächst der Markt moderat: Die 70-m²-Referenz stieg über die vier Ausgaben um 10,9 Prozent in sechs Jahren — verglichen mit den Universitätsstädten des Landes ist das gemächlich. Wer eine kleine Wohnung vermietet und zuletzt 2022 erhöht hat, sollte genau nachrechnen: Die Basis von damals gibt es nicht mehr.

Der Höhen-Bonus: Offenburgs einzigartiges Lage-Kriterium

Offenburg legt die Wohnlage konsequent adressgenau fest: Zu jeder Ausgabe erscheint ein eigenes amtliches Straßenverzeichnis — aktuell mit 711 Straßen, teils nach Hausnummern-Bereichen aufgeschlüsselt, mit Ja/Nein-Spalten für jedes Kriterium. Nachschlagen genügt, diskutieren zwecklos.

  • Drei Wohnlagenzonen: Zone 1 neutral, Zone 2 +10 %, Zone 3 +11 % — 2020 lagen zwischen bester und einfachster Zone noch 16 Prozentpunkte.
  • Der Höhen-Bonus: +5 % für Wohnlagen ab 180 m ü. NN — deutschlandweit ein Unikum.
  • Innenstadt fußläufig unter 500 m: +4 %; Bahnlärm ab 55 dB: −3 % (Schwelle 2024 verschärft, Abschlag gesenkt).
  • Eigene Auszählung: Das Verzeichnis 2020 führte über 14.000 Einzeladressen; seit 2024 sind es 711 Straßen in kompakten Hausnummern-Bereichen.
  • Zwischen 2020 und 2022 wurde laut unserem Abgleich keine einzige Adresse umgestuft — die Fortschreibung ließ das Verzeichnis unangetastet.

Und die Kriterien haben Lokalkolorit: Seit 2024 bringt das Wohnen ab 180 Metern über Normalnull +5 Prozent — die Hanglagen am Schwarzwaldrand sind amtlich mehr wert als die Innenstadt-Nähe (+4 Prozent). Ein Kriterium, das es in keiner anderen uns bekannten Stadt gibt. Der Supermarkt-Bonus der ersten Ausgaben (+3 Prozent bei unter 500 Metern Luftlinie) wurde dafür ersatzlos gestrichen.

15 Prozent bis Silvester 2026

Kappungsgrenze: 15 % bis 31.12.2026, danach 20 %15 %20 %*31.12.2026heute: Kappungsgrenzen-VO Baden-Württembergab 01.01.2027: gesetzliche Grenze (§ 558 Abs. 3 BGB)
* falls das Land die Verordnung nicht verlängert. Maximale Erhöhung der Bestandsmiete innerhalb von drei Jahren.

Der errechnete Betrag ist die Obergrenze — erreicht wird er oft nur in Etappen. Offenburg liegt in der Gebietskulisse der Kappungsgrenzen-Verordnung Baden-Württembergs, wie der Mietspiegel selbst festhält: Der Mietpreisanstieg darf innerhalb von drei Jahren 15 Prozent nicht übersteigen. Die Verordnung läuft am 31.12.2026 aus, falls das Land nicht verlängert.

Dazu kommen die üblichen Fristen: Die neue Miete kann frühestens 15 Monate nach Einzug oder nach der letzten Erhöhung wirksam werden, und zwischen zwei Erhöhungsverlangen muss mindestens ein Jahr liegen.

Für Neuvermietungen gilt die Mietpreisbremse: Offenburg steht in der Ende 2025 neu gefassten baden-württembergischen Gebietskulisse (bis 31.12.2026) — höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete, wie es auch die Broschüre selbst erläutert.

Alle Details zur Kappungsgrenze in Baden-Württemberg

Sechs Jahre, vier Ausgaben, ein Institutswechsel

Offenburgs Mietspiegel-Geschichte ist jung und lehrreich: 2020 erschien der erste qualifizierte Mietspiegel überhaupt (EMA-Institut), 2022 folgte die Verbraucherpreis-Fortschreibung (eigene Ableitung: +3,8 Prozent), 2024 die Neuerhebung unter neuem Institut (ALP Hamburg) — und 2026 wieder eine Fortschreibung (+4,1 Prozent). Eine stadtweite Durchschnittsmiete nennt keine Ausgabe; die Trends stecken in den Basistabellen.

Der Institutswechsel 2024 baute das System spürbar um: aus vier Wohnlagenzonen wurden drei, aus neun Baujahrklassen sechs, der Supermarkt-Bonus verschwand, Höhen- und Innenstadt-Kriterium kamen — und die Basiskurve wurde flachgezogen (kleine Wohnungen günstiger, große teurer bewertet). Wer Ausgaben vergleicht, vergleicht auch Methoden.

Ein Detail für Feinschmecker: Der Penthouse-Zuschlag von +20 Prozent stand 2020 zwar in der Tabelle, trug aber die Fußnote, er sei „aufgrund zu geringer Fallzahlen … als nicht qualifiziert ausgewiesen“ — so ehrlich markieren wenige Städte die Grenzen ihrer eigenen Statistik.

Vom Supermarkt-Bonus zum Höhen-Bonus: Was in Offenburg zählt

2020 / 2022
Die EMA-Jahre

Vier Wohnlagenzonen (0 bis +16 %) plus drei adressgenaue Kriterien: Supermarkt unter 500 m Luftlinie +3 %, Gewerbe-Nähe −3 %, Bahnlärm ab 60 dB −4 % — alles im Straßenverzeichnis, Adresse für Adresse.

Neu bewertet
Erster qualifizierter Mietspiegel Offenburgs (Gemeinderat 27.07.2020)Straßenverzeichnis mit über 14.000 EinzeladressenSupermarkt-Bonus +3 %
Typisch für diese Ära
Zweidrittel-Spanne ±20 %Penthouse-Zuschlag +20 % — als „nicht qualifiziert“ ausgewiesen (zu wenige Fälle)9 Baujahrklassen (−18 bis +22 %)
2024 / 2026
Die ALP-Jahre

Nur noch drei Zonen (0/+10/+11 %) — dafür zwei neue Kriterien: Innenstadt fußläufig unter 500 m +4 % und, einzigartig: Wohnlage ab 180 Höhenmetern +5 %.

Neu bewertet
Höhen-Bonus (+5 % ab 180 m ü. NN)Innenstadt-Kriterium fußläufigHausnummern-Bereiche statt Einzeladressen im VerzeichnisBetrachtungszeitraum 6 Jahre
Zählt nicht mehr
Supermarkt-BonusZone 4Penthouse-Zuschlag
Typisch für diese Ära
Asymmetrische Spanne +16/−15 %Bahnlärm-Schwelle verschärft (60→55 dB), Abschlag gesenkt (−4→−3 %)Neubau 2016–23: +23 %
Basis 70 m² (eigene Ableitung)
+3,8 % (2020→22, VPI) → +2,6 % (2022→24, Neuerhebung) → +4,1 % (2024→26, VPI)
2020/22 → Wechsel 2024 → 2024/26
Zonen-Spreizung
16 Prozentpunkte (Z1–Z4) → — → 11 Prozentpunkte (Z1–Z3)
2020/22 → Wechsel 2024 → 2024/26
Kuriosestes Lage-Kriterium
Supermarkt < 500 m: +3 % → — → Höhe ≥ 180 m ü. NN: +5 %
2020/22 → Wechsel 2024 → 2024/26
Eigene Auswertung der vier amtlichen Mietspiegel-Broschüren und Straßenverzeichnisse 2020–2026 der Stadt Offenburg; wegen des Urheberrechtsvorbehalts der Stadt nur prozentuale Deltas, Systematik-Einzelbeispiele und eigene Verzeichnis-Auszählungen — kein Abdruck der Tabellen.

Die EMA-Jahre 2020/2022 bepreisten die Nahversorgung: +3 Prozent, wenn der nächste Supermarkt keine 500 Meter Luftlinie entfernt lag, −3 für Gewerbe-Nähe, −4 für Bahnlärm ab 60 Dezibel. Das Straßenverzeichnis listete dafür jede einzelne Hausnummer — über 14.000 Adressen.

Die ALP-Jahre seit 2024 setzen andere Akzente: Der Supermarkt fiel weg, dafür kamen die fußläufige Innenstadt-Nähe und der bundesweit einzigartige Höhen-Bonus. Die Bahnlärm-Schwelle wurde verschärft (55 statt 60 Dezibel), der Abschlag zugleich gesenkt. Und das Verzeichnis wurde kompakter: Hausnummern-Bereiche statt Einzeladressen.

Bemerkenswert auch, was gleich blieb: Der Vier-Schritte-Aufbau, der Geltungsbereich von 30 bis 160 m² inklusive vermieteter Häuser — und die Disziplin, zu jeder Ausgabe ein frisches Verzeichnis zu veröffentlichen.

Wer seine letzte Erhöhung noch mit Supermarkt-Bonus und Zone 4 gerechnet hat, rechnet heute in einem anderen System — der Blick ins aktuelle Verzeichnis ist Pflicht.

Der Bestand dahinter: So wohnt Offenburg laut Zensus

Offenburg wohnt am großzügigsten in unserem Städtevergleich: 94,9 m² misst die Durchschnittswohnung — Rekord —, 41 Prozent gehören ihren Bewohnern. Die Zensus-Bestandsmiete von 7,04 €/m² (Mai 2022) zeigt einen Markt, der spürbar entspannter ist als in den Universitätsstädten des Landes.

94,9 m²
durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung
4,2
Räume je Wohnung im Schnitt
30.765
Wohnungen gesamt
41 %
Eigentümerquote — die Mehrheit wohnt zur Miete
72,8 %
heizen mit Zentralheizung
54,9 %
Energieträger Gas — die Wärmewende steht noch aus

Wohnungen nach Baujahr (Anteile)

vor 1919: 10,6 %, 1919–1948: 8,8 %, 1949–1978: 43,9 %, 1979–1990: 11,1 %, 1991–2000: 11,1 %, 2001–2010: 5,9 %, 2011–2019: 6,6 %, ab 2020: 2 %vor 191910,6 %1919–19488,8 %1949–197843,9 %1979–199011,1 %1991–200011,1 %2001–20105,9 %2011–20196,6 %ab 20202 %

Quelle: Zensus 2022 (Stichtag 15.05.2022), Zensusdatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder — Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.

Offenburg, das Umland und Deutschland: die Bestandsmieten im Vergleich

Wie teuer ist Offenburg wirklich? Der Zensus 2022 erlaubt den amtlichen Vergleich: Offenburg liegt bei 7,04 €/m² Bestandsmiete — Baden-Württemberg insgesamt bei 8,13 €, der Bund bei 7,28 €. Und im Umland (der Ortenaukreis) zeigt sich, wie viel Miete ein paar Kilometer ausmachen: Die größten Nachbarorte liegen zwischen 6,16 und 7,32 €/m².

Zensus-Bestandsmiete im Vergleich (€/m², Mai 2022)

Offenburg7,04 €Baden-Württemberg8,13 €Deutschland7,28 €
Kaltmiete der Nachbarorte (der Ortenaukreis)
OrtKaltmieteggü. Offenburg
Kehl7,32 €+4 %
Ettenheim6,93 €−2 %
Gengenbach6,93 €−2 %
Lahr/Schwarzwald6,81 €−3 %
Achern6,79 €−4 %
Friesenheim (Landkreis Ortenaukreis)6,68 €−5 %
Oberkirch6,54 €−7 %
Rheinau6,16 €−12 %

Nachbarorte = die acht Umlandgemeinden mit dem größten Wohnungsbestand; Umland-Abgrenzung: der Ortenaukreis. Quelle: Zensus 2022, Tabellen 4000W-0004 (Durchschnittliche Nettokaltmiete) und 4000W-1008 (Wohnungsbestand), Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0. Bestandsmieten aller bestehenden Mietverhältnisse zum Stichtag — nicht die Angebotsmieten aktueller Inserate und nicht die ortsübliche Vergleichsmiete des Mietspiegels.

Vier Schritte zum wirksamen Erhöhungsschreiben

  1. Schritt 1
    Vergleichsmiete berechnen

    Die vier Rechenschritte des Mietspiegels durchgehen: Basis-Nettomiete, Ausstattungs-Prozente, Lage laut Straßenverzeichnis, Schema — unser Rechner übernimmt das.

  2. Schritt 2
    Grenzen und Fristen prüfen

    15 % Kappung in drei Jahren (bis 31.12.2026), 15 Monate seit Einzug bzw. letzter Erhöhung, ein Jahr zwischen zwei Erhöhungsverlangen.

  3. Schritt 3
    Schreiben formgerecht zustellen

    Textform genügt, Begründung mit dem Mietspiegel, alle Mieter des Vertrags als Empfänger.

  4. Schritt 4
    Zustimmung abwarten

    Der Mieter hat bis zum Ende des übernächsten Monats Zeit; die neue Miete gilt ab dem dritten Monat nach Zugang.

Als Mieter prüfen Sie dieselben Punkte in Gegenrichtung: Stimmen Basis, Zone und die Ja/Nein-Kriterien Ihrer Adresse laut Verzeichnis? Wurde die Kappungsgrenze eingehalten? Unser Mieter-Check rechnet das kostenlos nach. Zum Mieter-Check →

Wann der Mietspiegel nicht gilt — und was dann

Der Offenburger Mietspiegel gilt für Mietwohnungen und vermietete Häuser auf dem freien Wohnungsmarkt zwischen 30 und 160 m². Heraus fallen preisgebundener Wohnraum, kleinere und größere Flächen sowie die üblichen Sonderfälle wie Wohnheime.

Wo der Mietspiegel nicht trägt, bleibt § 558a BGB erfüllbar: mit drei Vergleichswohnungen oder einem Sachverständigengutachten. Bewährt hat sich, die Systematik als Orientierung zu nehmen und die Begründung formal auf Vergleichswohnungen zu stützen.

Ein ehrliches Fazit

Offenburg zeigt, wie eine Mittelstadt Mietspiegel-Kultur aufbaut: erst 2020 gestartet, aber von Anfang an mit adressgenauem Verzeichnis, ehrlichen Fußnoten zu den Grenzen der eigenen Statistik — und einem Lage-Kriterium mit Schwarzwald-Charakter. Der Markt selbst bleibt vergleichsweise entspannt.

Für die Praxis zählt der Systembruch von 2024: alte Basiswerte und alte Zonen führen in die Irre. Wer mit der aktuellen Ausgabe und dem aktuellen Verzeichnis rechnet, bekommt einen Betrag, der hält — und behält den 31.12.2026 im Blick, an dem die BW-Kappungsgrenze auf dem Prüfstand steht.

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Nach dem aktuellen Mietspiegel Offenburg berechnet — mit Begründung nach § 558a BGB, fertig zum Versand an Ihre Mieter.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Durchschnittsmiete in Offenburg laut Mietspiegel?

Der Mietspiegel nennt keine stadtweite Durchschnittsmiete — er arbeitet mit Basis-Nettomieten je Wohnfläche plus Zu-/Abschlägen. Zur Einordnung: Die 70-m²-Basis stieg von 2020 bis 2026 um 10,9 Prozent (eigene Ableitung); die Zensus-Bestandsmiete lag im Mai 2022 bei 7,04 €/m².

Wie berechne ich die ortsübliche Vergleichsmiete für meine Wohnung?

In den vier Schritten des Mietspiegels: Basis-Nettomiete nach Wohnfläche, Prozent-Zu-/Abschläge für Alter und Ausstattung, Lage-Prozente laut Straßenverzeichnis, Berechnungsschema. Unser Rechner führt durch genau diese Rechnung.

Wo finde ich die Wohnlage meiner Adresse?

Im amtlichen Straßenverzeichnis zur jeweiligen Ausgabe (aktuell 711 Straßen, mit Ja/Nein-Spalten für Höhenlage, Innenstadt-Nähe und Bahnlärm) — Offenburg veröffentlicht es zu jeder Ausgabe neu auf offenburg.de.

Was ist der Höhen-Bonus?

Ein Offenburger Unikum seit 2024: Wohnlagen ab 180 Metern über Normalnull bekommen +5 Prozent auf die Basismiete — mehr als die Innenstadt-Nähe (+4 Prozent). Ob Ihre Adresse darüber liegt, steht im Straßenverzeichnis.

Was bedeutet die Spanne von +16/−15 Prozent?

In diesem asymmetrischen Korridor um den errechneten Wert lagen bei der Erhebung die mittleren zwei Drittel der Mieten (bis 2022: symmetrisch ±20 Prozent). Für die Mieterhöhung zählt der errechnete Betrag.

Wie stark darf die Miete in Offenburg steigen?

Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, aber höchstens 15 Prozent innerhalb von drei Jahren — die BW-Kappungsgrenzen-Verordnung gilt bis zum 31.12.2026. Zudem: frühestens 15 Monate nach Einzug oder letzter Erhöhung, ein Jahr Abstand zwischen zwei Erhöhungsverlangen.

Gilt in Offenburg die Mietpreisbremse?

Ja: Offenburg steht in der Ende 2025 neu gefassten Gebietskulisse der baden-württembergischen Mietpreisbegrenzungsverordnung (bis 31.12.2026) — bei Neuvermietung höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Auch die Broschüre selbst weist darauf hin.

Gilt der Mietspiegel für mein vermietetes Haus?

Ja — anders als in vielen Städten gilt der Offenburger Mietspiegel ausdrücklich auch für vermietete Häuser (30 bis 160 m² Wohnfläche, freier Wohnungsmarkt).

Quellen & Methodik

Wegen des Urheberrechtsvorbehalts der Stadt Offenburg („Alle Rechte vorbehalten … nur mit ausdrücklicher Genehmigung“) geben wir keine Tabellenwerte wieder — alle Zahlen sind prozentuale Deltas und Indizes (eigene Auswertung der Basistabellen über die vier Ausgaben), eigene Auszählungen der amtlichen Straßenverzeichnisse oder kuratierte Einzelbeispiele der Systematik mit Quellenangabe. Zensus-Daten unter Datenlizenz Deutschland 2.0. Kappung/Bremse nach den baden-württembergischen Verordnungen (Kulisse Ende 2025 neu gefasst, bis 31.12.2026), wie auch in der Broschüre beschrieben.

Stand: 17.7.2026 · Automatisiert geprüfte Daten, redaktionell aufbereitet — keine Rechtsberatung. Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

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