Mieterhöhung in Landshut: 21 Jahre Mietspiegel, +80 Prozent — und jetzt zählt die E-Ladesäule
Sie wollen die Miete erhöhen — oder prüfen, ob das Erhöhungsverlangen Ihres Vermieters stimmt. Landshut ist ein Glücksfall für alle, die Zahlen mögen: Seit 2004 druckt die Stadt in jede Ausgabe die amtliche Durchschnittsmiete — elf Werte, lückenlos, von 4,99 bis 8,97 €/m². Und der neue Mietspiegel 2025 bewertet die Wohnlage erstmals adressscharf nach fünf objektiven Kriterien, darunter die Entfernung zur nächsten öffentlichen E-Ladestation. Dieser Artikel führt Sie durch die Rechnung, das Straßenverzeichnis und zwei Jahrzehnte Landshuter Mietgeschichte.
Das Wichtigste in Kürze
- Der qualifizierte Mietspiegel 2025 gilt vom 01.03.2025 bis 28.02.2027 (Fortschreibung nach zwei Jahren) — erstmals interkommunal mit Altdorf und Kumhausen, anerkannt von Mieterverein und Haus & Grund.
- Amtlich beziffert: Die Durchschnittsmiete beträgt 8,97 €/m² — 2022 waren es 7,85 €, ein Sprung von 14,3 Prozent. Seit 2004 (4,99 €) sind es +80 Prozent, ohne einen einzigen Rückgang.
- Die Wohnlage kommt seit 2025 aus einem Straßenverzeichnis mit über 15.000 Adressen: Spielplatz, Kita, Straßenlärm, Rathaus-Distanz und E-Ladestation ergeben je Adresse +1 bis −14 Prozent.
- Um den errechneten Wert liegt eine Zwei-Drittel-Spanne von ±22 Prozent — für die Erhöhung zählt der errechnete Betrag.
- Erhöhungen sind auf 15 Prozent in drei Jahren begrenzt (Bayerische Mieterschutzverordnung, bis 31.12.2029); bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse.
Mieterhöhungsschreiben für Landshut erstellen
Nach dem aktuellen Mietspiegel Landshut berechnet — mit Begründung nach § 558a BGB, fertig zum Versand an Ihre Mieter.
Basis mal Prozente: So rechnet der Mietspiegel 2025
Landshut rechnet seit jeher nach demselben Grundmuster: Eine Tabelle liefert die Basis-Nettomiete nach Wohnfläche und Baujahresklasse, darauf kommen prozentuale Zu- und Abschläge für Sanitärausstattung, Wohnungsausstattung, Beschaffenheit und Wohnlage. Der 2025er ist dabei erstmals ein Regressionsmietspiegel des EMA-Instituts — mit einer 80-seitigen Methodendokumentation für alle, die nachrechnen wollen.
Neu ist die Wohnlage: Statt Punktsummen zu schätzen, schlagen Sie Ihre Adresse im amtlichen Straßenverzeichnis nach. Fünf objektive Kriterien entscheiden — Spielplatz in 300 Metern (+1), Kita weiter als 700 Meter (−3), öffentliche E-Ladestation weiter als 700 Meter (−3), Straßenlärm über 60 Dezibel (−3) und mehr als zwei Kilometer bis zum Rathaus (−5). Je Adresse ergibt das zwischen +1 und −14 Prozent.
Ein Rechenweg-Beispiel mit einem frei erfundenen Basiswert — die echten stehen nur in der amtlichen Tabelle: Angenommen, die Tabelle nennt für Ihre 75-m²-Wohnung von 1995 eine Basis von 8,50 €/m². Gute Ausstattung bringt beispielhaft +5 Prozent, Ihre Adresse laut Verzeichnis −3 — unterm Strich +2 Prozent: 8,50 € × 1,02 = 8,67 €/m², mal 75 m² sind rund 650 € ortsübliche Vergleichsmiete.
Um das Ergebnis legt der Mietspiegel eine Zwei-Drittel-Spanne von ±22 Prozent — dort lagen bei der Erhebung die mittleren zwei Drittel der Mieten. Für Ihre Erhöhung zählt der errechnete Betrag.
Wer Wohnfläche, Baujahr, Adresse und Ausstattung kennt, kommt in Minuten zum Betrag. Unser Rechner oben führt durch genau diese Systematik — die Stadt verlinkt zusätzlich einen amtlichen Online-Rechner (online-mietspiegel.de/landshut).
Gründerzeit schlägt Wirtschaftswunder
Die Basistabelle 2025 zeichnet eine Baujahres-U-Kurve: Der Altbau bis 1918 ist deutlich teurer bewertet als der Nachkriegsbau der Jahre 1948 bis 1960 — bei kleinen Wohnungen liegen rund 30 Prozent dazwischen (eigene Auswertung). Am oberen Ende thront der Neubau: Die jüngste Baujahresklasse kostet bei Kleinwohnungen etwa das Doppelte des Wirtschaftswunder-Bestands.
Und der Markt zieht durch: +14,3 Prozent von 2022 auf 2025 ist der größte Sprung der 21-jährigen Serie — vor dem bisherigen Rekord 2014→2016 (+11,4 Prozent). Die ruhigste Phase war die Finanzkrise: 2008→2010 nur +2,8 Prozent. Gefallen ist die Durchschnittsmiete in Landshut noch nie.
Spielplatz, Kita, Lärm, Rathaus — und die E-Ladesäule
Landshut hat seine Wohnlagen-Bewertung 2025 radikal objektiviert: Das neue Straßenverzeichnis bewertet 15.052 Adressen nach fünf messbaren Kriterien statt nach Gutachter-Bauchgefühl. Das bundesweit wohl kurioseste: Wer mehr als 700 Meter von der nächsten öffentlichen E-Ladestation entfernt wohnt, bekommt drei Abschlagspunkte — die Ladesäule ist in Landshut amtlich ein Wohnwertmerkmal.
- 15.052 Landshuter Adressen im amtlichen Straßenverzeichnis 2025 — Lagewirkung je Adresse zwischen +1 und −14 Prozent.
- Fünf objektive Kriterien: Spielplatz ≤300 m (+1), Kita >700 m (−3), E-Ladestation >700 m (−3), Straßenlärm >60 dB (−3), Rathaus-Distanz >2 km (−5).
- Bis 2022 galt stattdessen ein Punktsummen-System — mit einem Toleranzband, das von ±3 (2008) auf ±1 (2018) schrumpfte, plus Altstadt-Pauschale +10 %.
- Der Mietspiegel 2025 ist interkommunal: Altdorf und Kumhausen rechnen mit derselben Systematik (das Rathaus-Kriterium gilt nur für Landshut selbst).
- Erstellt seit 2004 durchgängig vom EMA-Institut — dieselbe Handschrift wie in Regensburg, Reutlingen und Offenburg.
Die Geschichte dahinter ist eine Suche nach dem Zentrum: 2004 kostete jeder Kilometer Entfernung vom Rathaus 1,5 Prozent, 2020 wanderte der Messpunkt zur Martinskirche und die Altstadt bekam pauschal +10 Prozent — heute steckt die Rathaus-Distanz als eines von fünf Kriterien im Adress-Score. Wer seine Lage zuletzt 2022 eingestuft hat, sollte neu nachschlagen.
Lage-Check: Wie ist Ihre Adresse amtlich eingestuft?
Direkt aus dem amtlichen Straßenverzeichnis zum Mietspiegel Landshut — hausnummerngenau.
15 Prozent — in Bayern bis Ende 2029
Der errechnete Betrag ist die Obergrenze — erreicht wird er oft nur in Etappen. Landshut liegt in der Gebietskulisse der Bayerischen Mieterschutzverordnung (Fassung vom 16.12.2025, in Kraft seit 01.01.2026, gültig bis 31.12.2029): Die Miete darf innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 Prozent steigen. Landshut steht dabei ohne Lücke seit mindestens 2019 in der Kulisse — der Mietspiegel selbst schweigt zu Kappung und Bremse, die Verordnung ist die Quelle.
Dazu kommen die üblichen Fristen: Die neue Miete kann frühestens 15 Monate nach Einzug oder nach der letzten Erhöhung wirksam werden, und zwischen zwei Erhöhungsverlangen muss mindestens ein Jahr liegen.
Für Neuvermietungen gilt die Mietpreisbremse: höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Bayern hat seine Kulisse bis Ende 2029 festgeschrieben — deutlich länger als Baden-Württemberg, wo die Verordnungen schon Ende 2026 auslaufen.
Elf Ausgaben, ein Institut, +80 Prozent
Anstieg der amtlichen Durchschnitts-Nettomiete pro m² zwischen den Ausgaben 2004 und 2025.
Landshut liefert die längste amtliche Durchschnittsmieten-Serie unserer Artikel-Reihe: Seit 2004 steht der Wert wörtlich in jeder Ausgabe — 4,99, 5,19, 5,40, 5,55, 5,72, 5,94, 6,62, 6,84, 7,48, 7,85 und nun 8,97 €/m². Das ist ein Anstieg von 80 Prozent in 21 Jahren, und die Kurve kennt nur eine Richtung: Kein einziger Wert lag je unter seinem Vorgänger.
Bemerkenswert ist das Tempo-Profil: Bis 2014 wuchs Landshut gemächlich mit zwei bis vier Prozent je Ausgabe, dann zündete der Markt — +11,4 Prozent bis 2016, und nach der einzigen Taktlücke der Serie (drei Jahre statt zwei) nochmals +14,3 Prozent auf den aktuellen Wert. Gut die Hälfte des gesamten 21-Jahres-Anstiegs entfällt auf die letzten neun Jahre.
Konstant blieb der Ersteller: Das EMA-Institut aus dem Raum Regensburg betreut den Landshuter Mietspiegel seit 2004 — qualifiziert ist er sogar seit 1999, als 3.500 Haushalte für die erste Ausgabe befragt wurden. Mit dem 2025er wurde aus dem Stadt- ein Regionsmietspiegel: Altdorf und Kumhausen sind jetzt an Bord.
Vom Kilometer-Abschlag zum Adress-Score
Die Wohnlage kam aus beschreibenden Merkmallisten (Beste +5 %, Gute +3 %, Einfache −3 %) — plus dem kuriosesten Abschlag der Serie: −1,5 Prozent pro Kilometer Entfernung vom Rathaus.
Die Wohnlage wird per Punktsumme ermittelt — und das neutrale Toleranzband schrumpft von Ausgabe zu Ausgabe: ±3 Punkte (2008), ±2 (2012), zuletzt nur noch ±1 (2018).
Der Zentrumsbezug wandert vom Rathaus zur Martinskirche — und der Stadtteil Altstadt bekommt pauschal +10 Prozent, den höchsten Lagezuschlag der Serie.
Die Wohnlage wird adressscharf: Ein Straßenverzeichnis mit über 15.000 Landshuter Adressen bewertet fünf objektive Kriterien — Spielplatz, Kita, Straßenlärm, Rathaus-Distanz und die Entfernung zur nächsten öffentlichen E-Ladestation.
Kein Merkmal erzählt die Landshuter Entwicklung besser als der Umgang mit dem Zentrum: 2004 zog die Formel „−1,5 Prozent pro Kilometer vom Rathaus“ die Miete mit jedem Kilometer Stadtrand nach unten. 2008 kam das Punktesystem, 2018 die gestufte Zentrumsnähe, 2020 der pauschale Altstadt-Bonus von +10 Prozent samt amtlicher Umrisskarte — und 2025 steckt die Rathaus-Distanz als binäres Kriterium im Adress-Score.
Auch sonst wandern die Gewichte mit der Zeit: Der härteste Abschlag der Geschichte stand 2012/2014 im Katalog — minus 15 Prozent, wenn der Vermieter weder Heizung noch Warmwasser stellt. Heute ist das größte Einzelrisiko die Lage: bis zu −14 Prozent laut Verzeichnis. Wer seine letzte Erhöhung mit Punktsummen gerechnet hat, rechnet 2025 in einem neuen System.
Der Bestand dahinter: So wohnt Landshut laut Zensus
Landshut wohnt niederbayerisch-solide: 89,8 m² misst die Durchschnittswohnung bei 3,9 Räumen, 35,8 Prozent der Wohnungen gehören ihren Bewohnern. Die Zensus-Bestandsmiete von 8,20 €/m² (Mai 2022) passt bemerkenswert genau zwischen die amtlichen Mietspiegel-Durchschnitte von 2022 (7,85 €) und 2025 (8,97 €) — Bestand und Markt liegen in Landshut nah beieinander.
Wohnungen nach Baujahr (Anteile)
Einordnung: Der Zensus maß zum Stichtag 15.5.2022 über den gesamten Bestand eine Durchschnitts-Nettokaltmiete von 8,2 €/m² — der Mietspiegel 2025 weist als Durchschnitt der mietspiegelrelevanten Mieten 8,97 €/m² aus. Beide messen Verschiedenes (Gesamtbestand vs. mietspiegelrelevante Mieten), die Richtung ist aber eindeutig: Es geht aufwärts.
Quelle: Zensus 2022 (Stichtag 15.05.2022), Zensusdatenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder — Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.
Landshut, das Umland und Deutschland: die Bestandsmieten im Vergleich
Wie teuer ist Landshut wirklich? Der Zensus 2022 erlaubt den amtlichen Vergleich: Landshut liegt bei 8,20 €/m² Bestandsmiete — Bayern insgesamt bei 8,74 €, der Bund bei 7,28 €. Und im Umland (der Landkreis Landshut) zeigt sich, wie viel Miete ein paar Kilometer ausmachen: Die größten Nachbarorte liegen zwischen 6,22 und 7,61 €/m².
Zensus-Bestandsmiete im Vergleich (€/m², Mai 2022)
| Ort | Kaltmiete | ggü. Landshut |
|---|---|---|
| Ergolding | 7,61 € | −7 % |
| Geisenhausen | 7,18 € | −12 % |
| Altdorf | 7,09 € | −14 % |
| Essenbach | 7,01 € | −15 % |
| Vilsbiburg | 6,55 € | −20 % |
| Velden | 6,54 € | −20 % |
| Ergoldsbach | 6,52 € | −20 % |
| Rottenburg a.d.Laaber | 6,22 € | −24 % |
Nachbarorte = die acht Umlandgemeinden mit dem größten Wohnungsbestand; Umland-Abgrenzung: der Landkreis Landshut. Quelle: Zensus 2022, Tabellen 4000W-0004 (Durchschnittliche Nettokaltmiete) und 4000W-1008 (Wohnungsbestand), Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0. Bestandsmieten aller bestehenden Mietverhältnisse zum Stichtag — nicht die Angebotsmieten aktueller Inserate und nicht die ortsübliche Vergleichsmiete des Mietspiegels.
Mietpreisentwicklung, indexiert (2006 = 100)
Landshut: amtliche Mietspiegel-Durchschnittsmiete · Bayern/Deutschland: Destatis-Nettokaltmieten-Index
Stadt-Linie nur zu Mietspiegel-Jahren (Punkte); Quelle Stadt: amtliche Durchschnittsmieten der Ausgaben (siehe Historie-Kapitel). Statistisches Bundesamt, GENESIS-Tabelle 61111-0020 (Index der Nettokaltmieten nach Bundesländern), Jahreswerte; Statistisches Bundesamt, GENESIS-Tabelle 61111-0004, VPI-Position CC13-041 (Wohnungsmieten/Nettokaltmieten), Jahresmittel der Monatsindizes (eigene Mittelung). Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0. Indexiert auf 2006 = 100 — Niveaus bleiben unvergleichbar, verglichen wird das Tempo.
Vier Schritte zum wirksamen Erhöhungsschreiben
- Schritt 1Vergleichsmiete berechnen
Basis-Nettomiete nach Fläche und Baujahr, dann die Prozent-Zuschläge für Ausstattung und die Lage laut Straßenverzeichnis — unser Rechner übernimmt das, ebenso der amtliche Online-Rechner.
- Schritt 2Grenzen und Fristen prüfen
15 % Kappung in drei Jahren (BY MiSchuV, bis 31.12.2029), 15 Monate seit Einzug bzw. letzter Erhöhung, ein Jahr zwischen zwei Erhöhungsverlangen.
- Schritt 3Schreiben formgerecht zustellen
Textform genügt, Begründung mit dem Mietspiegel, alle Mieter des Vertrags als Empfänger.
- Schritt 4Zustimmung abwarten
Der Mieter hat bis zum Ende des übernächsten Monats Zeit; die neue Miete gilt ab dem dritten Monat nach Zugang.
Als Mieter prüfen Sie dieselben Punkte in Gegenrichtung: Stimmen Basis, Ausstattungs-Prozente und der Adress-Score Ihrer Straße laut Verzeichnis? Wurde die Kappungsgrenze eingehalten? Unser Mieter-Check rechnet das kostenlos nach. Zum Mieter-Check →
Wann der Mietspiegel nicht gilt — und was dann
Der Landshuter Mietspiegel 2025 gilt für Mietwohnungen und vermietete Häuser auf dem nicht preisgebundenen Wohnungsmarkt zwischen 35 und 135 m². Heraus fallen kleinere und größere Flächen, preisgebundener Wohnraum und die üblichen Sonderfälle wie Wohnheime.
Wo der Mietspiegel nicht trägt, bleibt § 558a BGB erfüllbar: mit drei Vergleichswohnungen oder einem Sachverständigengutachten. Bewährt hat sich, die Systematik als Orientierung zu nehmen und die Begründung formal auf Vergleichswohnungen zu stützen.
Ein ehrliches Fazit
Landshut ist ein Lehrstück in Kontinuität: ein Institut, elf Ausgaben, eine lückenlos dokumentierte Durchschnittsmiete — und trotzdem der Mut, das Wohnlagen-System 2025 komplett zu objektivieren, bis hin zur E-Ladesäule als Wohnwertmerkmal. Transparenter kann eine Mittelstadt ihre Mietentwicklung kaum machen.
Für die Praxis zählt der Systembruch von 2025: alte Punktsummen und der Altstadt-Bonus gelten nicht mehr, die Adresse entscheidet. Wer mit der aktuellen Ausgabe und dem Verzeichnis rechnet, bekommt einen Betrag, der hält — und hat mit der bayerischen Kulisse bis Ende 2029 ungewöhnlich lange Planungssicherheit.
Mieterhöhungsschreiben für Landshut erstellen
Nach dem aktuellen Mietspiegel Landshut berechnet — mit Begründung nach § 558a BGB, fertig zum Versand an Ihre Mieter.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Durchschnittsmiete in Landshut laut Mietspiegel?
Amtlich beziffert: 8,97 €/m² (Mietspiegel 2025, Erhebung Sommer/Herbst 2024). Die Serie ist lückenlos seit 2004 dokumentiert — damals 4,99 €/m², ein Anstieg von 80 Prozent in 21 Jahren ohne einen einzigen Rückgang.
Wie berechne ich die ortsübliche Vergleichsmiete für meine Wohnung?
Basis-Nettomiete aus der Tabelle (Wohnfläche × Baujahresklasse), dann prozentuale Zu- und Abschläge für Sanitär, Ausstattung, Beschaffenheit und die Wohnlage laut Straßenverzeichnis. Unser Rechner führt durch genau diese Rechnung; die Stadt verlinkt zudem den amtlichen Online-Rechner.
Wo finde ich die Wohnlage meiner Adresse?
Im amtlichen Straßenverzeichnis zum Mietspiegel 2025 (auf landshut.de): 15.052 Adressen, bewertet nach fünf Kriterien — Spielplatz, Kita, E-Ladestation, Straßenlärm und Rathaus-Distanz. Je Adresse ergibt das +1 bis −14 Prozent.
Warum zählt die E-Ladestation für meine Miete?
Seit 2025 ist die Entfernung zur nächsten öffentlichen E-Ladestation eines der fünf objektiven Wohnlage-Kriterien: Liegt sie weiter als 700 Meter entfernt, gibt es drei Abschlagspunkte. Landshut ist unseres Wissens die erste Stadt, die Ladeinfrastruktur amtlich als Wohnwertmerkmal führt.
Was bedeutet die Spanne von ±22 Prozent?
In diesem Korridor um den errechneten Wert lagen bei der Erhebung die mittleren zwei Drittel der Mieten (Zwei-Drittel-Spanne). Für die Mieterhöhung zählt der errechnete Betrag.
Wie stark darf die Miete in Landshut steigen?
Bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, aber höchstens 15 Prozent innerhalb von drei Jahren — Landshut steht in der Gebietskulisse der Bayerischen Mieterschutzverordnung (bis 31.12.2029). Zudem: frühestens 15 Monate nach Einzug oder letzter Erhöhung, ein Jahr Abstand zwischen zwei Erhöhungsverlangen.
Gilt in Landshut die Mietpreisbremse?
Ja: Landshut gehört zur Gebietskulisse der Bayerischen Mieterschutzverordnung vom 16.12.2025 (01.01.2026 bis 31.12.2029) — bei Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
Gilt der Landshuter Mietspiegel auch in Altdorf und Kumhausen?
Ja — der Mietspiegel 2025 wurde erstmals interkommunal mit den Gemeinden Altdorf und Kumhausen aufgestellt; sie nutzen dieselbe Systematik. Nur das Rathaus-Distanz-Kriterium der Wohnlage gilt ausschließlich für das Landshuter Stadtgebiet.
Quellen & Methodik
- Mietspiegel Landshut 2025 (PDF)
- Straßenverzeichnis 2025 (PDF)
- Methodendokumentation 2025 (PDF)
- Amtlicher Online-Rechner
- Mietspiegel Landshut 2022 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2020 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2018 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2016 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2014 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2012 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2010 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2008 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2006 (PDF)
- Mietspiegel Landshut 2004 (PDF)
- Mietspiegel-Seite der Stadt Landshut
Die Ausgabe 2025 trägt einen ausdrücklichen Urheberrechtsvorbehalt der Stadt Landshut („nicht gestattet, … die Daten des Mietspiegels oder Teile daraus zu vervielfältigen und in elektronischen Systemen zu speichern und anzubieten“) — wir geben daher keine Tabellenwerte wieder. Zitiert werden nur die amtlichen Fließtext-Durchschnittsmieten aller elf Ausgaben 2004–2025, eigene Prozent-Ableitungen daraus, kuratierte Einzelbeispiele der Systematik mit Quellenangabe und Strukturbeschreibungen; das Rechenbeispiel nutzt einen frei erfundenen Basiswert. Zensus-Daten unter Datenlizenz Deutschland 2.0. Kappung/Bremse nach der Bayerischen Mieterschutzverordnung vom 16.12.2025 (01.01.2026–31.12.2029) — der Mietspiegel selbst nennt weder Kappungsgrenze noch Mietpreisbremse.
Stand: 17.7.2026 · Automatisiert geprüfte Daten, redaktionell aufbereitet — keine Rechtsberatung. Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.